Gauner täuscht Tod vor

Wegen Schulden

Gauner täuscht Tod vor

Der Mann hatte seine eigene Sterbeurkunde gefälscht.

Monika Enhuber ist eine sehr erfahrene Beamtin. Und eine überaus korrekte obendrein. Wenn die Leiterin der Gemeinde Henndorf im Bezirk Salzburg-Umgebung für etwas einen ganz besonderen Blick hat, dann sind es Geburts- und Sterbeurkunden. Beide fallen in ihren Hoheitsbereich.

Vor zwei Wochen flatterte der Standesbeamtin Post aus Hessen in Deutschland auf den Tisch: Die Kollegen aus Marburg teilten mit, dass das Ableben eines Wahl-Henndorfers zu beklagen sei. Unerwartet war ein 47 Jahre alter Zugereister verstorben, der in der Gemeinde wohnte.

Das amtliche Dokument aus der Bundesrepublik sah täuschend echt aus. Die Daten feinsäuberlich eingetragen, die Urkunde amtlich abgestempelt. Der Tod war auf den 16. Januar datiert. Kurz darauf meldete sich der trauernde Bruder des Verblichenen, um das Ableben zu bestätigen.

Tod inszeniert wegen
70.000 Euro Schulden
Doch der Gauner hatte die Rechnung ohne Monika Enhuber gemacht. Der fiel die zu hohe Registernummer der Urkunde auf. So viele Menschen konnten Anfang Jänner niemals in Marburg gestorben sein. Ein kurzer Anruf bei den deutschen Kollegen bestätigte ihren Verdacht.

Heute steht fest: Der Tote lebt, wollte ein neues Leben in Amerika beginnen, weil ihn rund 70.000 Euro Schulden plagten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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