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Brutal

Zwei Teenager schlägten Mitschüler

Das Martyrium dauerte schon länger an. Nach neuerlichen Fausthieben am Mittwoch wollte der Bub die Sache nicht mehr verheimlichen.

In Salzburgs Schulen wird es immer brutaler. Nach einem angekündigten Amoklauf in der Sporthauptschule Faistenau und verprügelten Lehrern in der Obertrumer Hauptschule nun der nächste alarmierende Fall in der Halleiner Sonderschule: „Ich möchte dazu nichts sagen“, zeigte sich Schul­direktorin Rita Ansperger am Donnerstag gegenüber ÖSTERREICH wortkarg, nachdem bekannt wurde, was sich in ihrer Schule abgespielt hatte.

Brutale Faustschläge
Am Mittwoch gingen zwei Buben (12 und 14) beim gemeinsamen Turnunterricht auf einen Elfjährigen los. Sie demütigten ihren Mitschüler und malträtierten ihn dann mit Faustschlägen – und das nicht zum ersten Mal. Dem nicht genug, bedrohte der Zwölfjährige das Opfer noch mit dem Umbringen, falls es zur Polizei gehen sollte.

Hilferuf
Trotz der massiven Drohung ließ sich der tapfere Elfjährige dieses Mal nicht mehr einschüchtern und ging Mittwochnachmittag nach dem Turnunterricht schnurstracks zur Polizei und erzählte den Beamten von seinen schrecklichen Leiden: Er habe die ständigen Schläge und Quälereien einfach nicht mehr ertragen und sich nicht mehr anders zu helfen gewusst.

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Der Ältere der beiden Schläger ist mit 14 strafmündig: Er wird auf freiem Fuß wegen Körperverletzung angezeigt. Der Jüngere kann noch nicht belangt werden, ein Bericht des Vorfalls geht aber an die Staatsanwaltschaft. Ob die Schüler suspendiert wurden, gab die Schulleitung nicht bekannt



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