Schwangere reiste in den heiligen Krieg

Terror-Prozess

Schwangere reiste in den heiligen Krieg

Die Hochschwangere (21) fuhr mit Ehemann (41) und Schwiegermutter nach Syrien.

Die 21-Jährige, ihr 20 Jahre älterer Ehemann und dessen Mutter mussten sich am Donnerstag wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor einem Wiener Schöffensenat verantworten. Im Juli 2014 wollte das Trio das Gebiet des Islamischen Staates (IS) erreichen und sich aufseiten der Terror-Miliz dem ­Jihad anschließen.

Zurückgeschickt
Die türkische Polizei griff die gebürtigen Tschetschenen aus Wien aber an der südanatolischen Grenzstadt Gaziantep auf. Sie konnten keine Visa vorweisen und wurden nach Österreich zurückgeschickt, wo sie Jahre zuvor um Asyl angesucht hatten.

Geburt in Haft
Nach ihrer Festnahme brachte die 21-Jährige in der U-Haft einen Sohn zur Welt. Sie taufte ihn auf den Namen Osama.

Die drei mutmaßlichen radikalen Islamisten bekennen sich nicht schuldig: „Wir wollten nach Syrien, um dort einen Heiler aufzusuchen.“ Der hätte die Frau von einer Krankheit heilen sollen. Beide Frauen trugen aus religiösen Gründen bei der Verhandlung Vollverschleierung. Ein Urteil steht aus.

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