Ein 22-Jähriger hatte zu Silvester mehrere Feuerwerkskörper angezündet - einer davon zischte auf einen Balkon im 3. Stock - worauf das ganze Dach der Wohnhausanlage in Traun in Brand geriet.
OÖ. Der Brand eines Mehrparteienhauses in Traun, bei dem in der Silvesternacht vier Personen verletzt wurden, ist durch eine Feuerwerksrakete ausgelöst worden. Ein 22-jähriger Ungar aus Linz hat am Donnerstag als ausgeforschter Tatverdächtiger gestanden, in der Nähe des Hauses mehrere Raketen abgefeuert zu haben. Eine davon war dann in den dritten Stock geflogen und explodierte. Durch den Funkenflug brach auf einem Balkon Feuer aus, das sich auf den gesamten Dachstuhl ausbreitete.
Kurz nach Mitternacht in den ersten Minuten des neuen Jahres waren zahlreiche Feuerwehren zu dem Großeinsatz im Bezirk Linz-Land alarmiert worden. Rund 35 Bewohner mussten von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Sie erhielten vor Ort Unterstützung und Betreuung durch das Rote Kreuz.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich besonders in der Anfangsphase schwierig. Mehrere Atemschutztrupps kamen zum Einsatz. Ein Kran wurde hinzugezogen, um Teile des Daches abzutragen. Florianis aus Traun und den umliegenden Gemeinden arbeiteten gemeinsam daran, eine weitere Ausbreitung des Flammenmeeres zu verhindern und den Wohnkomplex zu sichern. Die Nachlöscharbeiten und anschließenden Kontrollen erforderten erheblichen Aufwand und dauerten noch mehrere Stunden an.Am Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei begann noch in der Nacht mit den Ermittlungen - die schließlich zu dem 22-Jährigen führten, der wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst angezeigt wurde: eine hohe Geldstrafe (bis zu 72 Tagsätze) bzw. bis zu ein Jahr Haft drohen.