Zwei tollwütige Füchse seit dem Jahr 2000 im Burgenland - trotz jährlich per Flugzeug ausgestreuter Impfköder.
Die Gemeinde Oberloisdorf (Bezirk Oberpullendorf) ist nach dem Fund eines tollwütigen Fuchses zum Tollwut-Sperrgebiet erklärt worden. Nach dem Tierseuchengesetz ist daher im Gemeindegebiet das freie Herumlaufen von Hunden und Katzen verboten, so die zuständige Veterinärdirektorin Lieselotte Pölzlbauer. "Wir können die Tollwut nicht ausrotten. Wichtig ist aber, dass man keine Panik verbreitet", erklärte Pölzlbauer. Entscheidend sei auch die Impfung von Hunden und Katzen.
Seit dem Jahr 2000 sind im Burgenland zwei Fälle bei Füchsen aufgetreten, einer im Bezirk Oberpullendorf und einer im Bezirk Neusiedl am See. Im Jahr 1991, als mit der Immunisierung der Füchse begonnen wurde, wurden laut der Veterinärdirektorin 400 Fälle registriert. Zwei Mal jährlich werden Impfköder per Flugzeug ausgestreut, welche die Infektionsausbreitung verhindern sollen. Die Aufnahmerate beträgt etwa 80 Prozent.
Im Bezirk Güssing trat Tollwut zuletzt 1992 auf, in Oberwart 1994 und in Mattersburg 1997. Im Stadtgebiet von Eisenstadt wurde zuletzt 1991 ein tollwütiger Fuchs gefunden.