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Terror im steirischen Knast

21-Jährige verging sich an Mitgefangener

Die Angeklagte musste vor Gericht und bekam sechs Jahre unbedingt.

Die 21-jährige Angeklagte, die im Gefängnis ihre Mithäftlinge bedroht und misshandelt haben soll, ist am Montagnachmittag zu sechs Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Ihr wurde Vergewaltigung, schwere Nötigung und Körperverletzung angelastet. Der Schöffensenat verfügte für die 21-Jährige außerdem eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die 25 Jahre alte Zweitangeklagte kam mit drei Monaten bedingter Haft davon.

Mehrfach vorbestraft
Die bereits mehrfach Vorbestrafte soll bis hin zur Justizwache alle terrorisiert haben. Vor dem Richter leugnete sie fast alles, bevor sie überhaupt nichts mehr sagte: "Mir glaubt eh keiner." Mitangeklagt war eine ehemalige Zellenkollegin, die bei den Untaten weggeschaut hatte, statt sie anzuzeigen.

Aggressiv
  Die 21-Jährige erschien mit lila Strähnen und einer passenden Blume im schwarzen Haar, gab sich allerdings von Anfang an sehr aggressiv. Sie hat bereits zehn Vorstrafen, diesmal wird ihr Vergewaltigung, schwere Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen. Sie soll eine der inhaftierten Frauen systematisch gequält haben. Sie zwang sie laut Anklage zu allerhand "unappetitlichen Dingen", schlug sie immer wieder und bedrohte sie. Zu den "harmloseren" Dingen gehörte, den Aschenbecher ins Bett leeren und Abführmittel in den Kaffee geben. Von Haare anzünden wollte sie dagegen nichts wissen: "Ich hab ihr nur den Aschenbecher auf den Kopf g'haut, und da brannten noch Zigarettenstummel, daher wurden die Haare versengt", lautete ihre Erklärung.

   Schuldig fühlte sie sich nur in Hinblick auf die weniger schweren Vorwürfe, und als Richter Christoph Lichtenberg ihre Angaben bezweifelte, reagierte sie ungehalten: "Ich sag' überhaupt nichts mehr, mir glaubt eh keiner". Als die Zweitbeschuldigte (25) aussagen sollte, wurde die Angeklagte aus dem Saal geführt. "Frechheit", war ihr lautstarker Kommentar dazu. Die andere traute sich aber in Anwesenheit der - ehemaligen - Zellengenossin nichts zu sagen, wie übrigens auch eine Justizwachebeamtin. Als die rabiate Gefangene draußen war, gab die 25-Jährige an, das sich alles so abgespielt hatte, wie es in der Anklage steht, und dass sie selbst auch ein paar Ohrfeigen ausgeteilt habe. Mittlerweile ist sie aber wieder aus dem Gefängnis heraußen.
 



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