In Deutschlandsberg herrschte nach schweren Unwettern der Ausnahmezustand
Schwere Unwetter gingen Montagnachmittag in Deutschlandsberg nieder. Die Einsatzkräfte kämpften bis in die Nachtstunden gegen Überflutungen und Hangrutschungen.
Überflutete Keller
Kurz nach 13 Uhr rückten die ersten
Helfer in der Bezirkshauptstadt aus. Besonders schwer betroffen waren die
Gebiete entlang des Mittereggbaches. Zahlreiche Keller und Garagen wurden
teils bis unter die Decke überflutet. Ein Auto wurde in der Garage von den
Wassern und Schlamm begraben. Viele Zäune wurden niedergerissen.
Im Ortsteil Sulz lösten sich die aufgeweichten Erdmassen. Hangrutschungen waren die Folge. In zwei Fällen drohten sie Gemeindestraßen mitzureißen. Die Feuerwehr musste die betroffenen Gebiete mit Planen abdecken, um ein weiteres Eindringen von angekündigtem Regen zu verhindern.
Keine Entwarnung
Weiterhin kritisch bleibt die Situation auch in
anderen Teilen der Steiermark. In 70 Gemeinden herrscht Katastrophenalarm.
In den Bezirken Feldbach und Fürstenfeld ist der Boden bis zu sechs Metern
tief aufgeweicht. Drei Tage ohne Regen und mit sommerlichen Temperaturen
könnten hier für Entspannung sorgen, heißt es von der Landeswarnzentrale.
Nach wie vor keine Entwarnung gibt es in Breitenau/Hochlantsch (Bruck/Mur) sowie in einer Gemeinde in Leoben. Die L 367 zwischen Edelsbach und Krumegg (Bezirk Graz-Umgebung) ist nach wie vor nicht passierbar. Insgesamt sind rund 50 steirische Häuser akut von Rutschungen gefährdet.(baj/APA)