Die Gerichtsakte des Todesschützen

Auf der Flucht

Die Gerichtsakte des Todesschützen

 66-Jähriger stand wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt vor Gericht.

Immer deutlicher wird: Es war nur eine Frage der Zeit, bis der mutmaßliche Doppelmörder von Stiwoll, Fritz F. (66), zur Waffe greifen würde, um einen seiner verhassten Feinde zu töten. Das geht aus den Gerichtsakten des Landesgerichts für Strafsachen in Graz hervor. Demnach drohte der Amok-Killer, der am Sonntag vor einer Woche seine Nachbarn Adelheid H. (55) und Gerhard E. (64) mit einem Jagdgewehr erschossen haben soll, schon 2011 mehreren Richterinnen. In einer E-Mail ans Justizministerium forderte er die Abstellung der „Justizgaunereien“, andernfalls bliebe ihm nur der Weg, zur Waffe zu greifen.

Nur ein Jahr später der nächste Strafantrag: Fritz F. forderte, das Bezirksgericht Frohnleiten sofort zu schließen: „25 Jahre Terror sind genug!“, schrieb er. Er kommt straffrei davon. Erstmals wird er für unzurechnungsfähig erklärt. Ebenso wie 2014. Fritz F. beleidigte die komplette Justiz, voran die Grazer Richterschaft. Ohne Konsequenzen. 2017 wird er zum dritten Mal für unzurechnungsfähig erklärt. Die psychiatrische Vorgeschichte könnte ihn vor einer Mordanklage schützen. Es gilt die Unschuldsvermutung.



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