Gekündigt: Arbeiter drohte mit IS-Bombe

Seit einem Monat in U-Haft

Gekündigt: Arbeiter drohte mit IS-Bombe

Wegen gefährlicher Drohung wurde ein steirischer „Spaßvogel“ verhaftet.

Stmk. Und das wird dem Ex-Arbeiter eines Elektronik- und Automatisierungs-Konzerns, der gekündigt worden war, vorgeworfen: Wohl aus Wut oder als Rache über den Verlust des Arbeitsplatzes soll der 29-jährige Martin W. drei Ex-Kolleginnen kontaktiert haben, um anzukündigen, dass er „die Firma in die Luft sprengen werde“ und zwar in der Nachtmittagsschicht, weil es da mehr Opfer geben würde. Die Bombe habe er „in einem Rucksack“ und wenn er sie zündet, würde er laut und wie ein IS-Kämpfer „Allahu Akbar“ schreien. Die geschockten Ex-Kolleginnen alarmierten die Betriebsleitung, die umgehend die Polizei einschaltete. Die Cobra fuhr zum Wohnort des Verdächtigen, acht Beamte nahmen den Steirer mit. Seitdem sitzt er in U-Haft.

 

Für den Verdächtigen war alles nur ein "Scherz"

Wegen gefährlicher Drohung mit einem Sprengmittel, mit dem mehr als 100 Personen in „Furcht und Unruhe“ versetzt wurden, drohen dem 29-Jährigen bis zu drei Jahren Haft. Sein Anwalt Florian Höllwarth: Sein Mandant ist unschuldig: „Das Ganze ist ein Riesen-Irrtum. Er hat das alles nicht so gemeint und als Scherz gegenüber seinen Ex-Kolleginnen gemeint.“ Warum sich der Arbeiter, der geistig leicht rückständig sein soll, sich aber schon vor der Drohung über Monate einen Vollbart wachsen ließ, um wie ein „Islamist auszusehen“, ist nicht geklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 
(lae, kor)
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