Streik

Matura-Streit

Tausende Schüler im Streik

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Die Proteste reichten von Wien bis Vorarlberg. Weitere Aktionen sind geplant.

Österreich. „Wir streiken“, hieß es am Dienstag an 150 Schulen. Wegen des PCR-Testchaos, der wieder verpflichtenden mündlichen Matura, mangelnden Sicherheitskonzepten rund um Covid-19 sowie dem Fehlen von (Aufklärungs-)Gesprächen und Schulpsychologen, nahmen am Dienstag österreichweit Tausende Schüler an Protestaktionen teil.

Die Bandbreite reichte von leeren Schulklassen in der HTL Mödling oder am BG Steyr bis hin zu entschuldigten Diskussionsrunden am BRG in der Au in Innsbruck oder Demos, wie jene des Bregenzer Gymnasiums vor dem Palais Thurn und Taxis oder vor der AHS Rahlgasse in Wien.

Mündliche Matura soll wieder verpflichtend sein

Mängel. „Wir planen weitere Streiks, wenn sich nichts ändert“, kündigt Mati Randow, Schulsprecher der AHS Rahlgasse in Wien, an. „Es haben viel mehr als erwartet teilgenommen“, freut sich Randow. Er ist einer der etwa 100 Schulsprecher, die die coronabedingten Mängel im Schulwesen in einem offenen Brief an Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) festhielten.

Minister. Ein großer Streitpunkt ist die Matura. Pandemiebedingt fand die mündliche Reifeprüfung in den vergangenen zwei Jahren auf freiwilliger Basis statt, um den Druck auf die Schüler zu senken. Polaschek will für 2022 aber, dass die mündliche Matura wieder verpflichtend wird. „Dagegen kämpfen wir“, sagt Susanne Öllinger von der ÖVP-nahen Schülerunion, die als Bundesschulsprecherin in Verhandlungen mit Polaschek tritt. „Wir wollen unsere Forderungen aber nicht mit Streiks, sondern mit Gesprächen durchsetzen“, so Öllinger zu ÖSTERREICH.
  

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