Mail an die Polizei

Terror-Drohung an Schule hatte IS-Bezug

Nach der Evakuierung des Akademischen Gymnasium wurde beim Mega-Einsatz kein Sprengsatz gefunden. Jetzt konzentrieren sich die Ermittlungen darauf, herauszufinden, wer die Drohmail an die Polizei geschickt hat. Übrigens - ein Schuss löste sich, unabsichtlich.

OÖ, NÖ. Eine wahre Amok- und Terror-Challenge sorgt derzeit für erhebliche Störungen des Schulbetriebes: Wie berichtet, traf es in den vergangenen Tagen gleich zwei Höhere Lehranstalten in Wiener Neustadt, zuerst die HAK, dann die HTL: In den Toiletten beider Schulen hatte jemand an die Wand Botschaften geschrieben, die einen Amoklauf an ganz konkreten Tagen beinhalteten. Beim ersten Fall wurden alle einen Tag in Homeschooling, im zweiten Fall wurde die HAK nicht gesperrt, weil man sich mittlerweile sicher ist, dass eine "Amok-Challenge" am Laufen ist ("Wer schafft es, eine Schule zu sperren?") - wobei davon auszugehen ist, dass noch weitere Fälle folgen werden.

bombendrohung linz
© laumat.at

bombendrohung linz
© laumat.at

Wie zum Beweis traf am Mittwoch eine Mail an die Linzer Polizei ein, wobei der Verfasser unter Verwendungen mehrerer IS-Anspielungen mit einer Bombe am Akademischen Gymnasium drohte. 377 Schüler und Lehrer wurden daraufhin aus dem Gebäude evakuiert, die halbe Innenstadt wurde abgeriegelt, Cobra, Hubschrauber, Sprengstoffhunde und Bombenentschärfer waren im Einsatz. Sollte der Mail-Verfasser ausgeforscht werde, erwartet ihn oder sie einer saftigen Rechnung. Ob es sich um echte oder gespielte Islamisten handelt, ist noch unklar.

Kleines, nicht ungefährliches Hoppala am Rande: Bei einem Dienstwechsel in der Herrenstraße löste sich unabsichtlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe. Die Kugel landete im Boden, verletzt wurde zum Glück niemand.

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