Terrorverdächtiger soll ausgeliefert werden

Anschlag geplant

Terrorverdächtiger soll ausgeliefert werden

Der am Wiener Flughafen verhaftete Mann soll nach Belgien ausgeliefert werden.

Der vergangene Woche als Terrorverdächtiger verhaftete und in Niederösterreich lebende Tschetschene soll nach Meinung der Staatsanwaltschaft an Belgien ausgeliefert werden. Man habe geprüft, ob die ihm vorgeworfenen Taten in den Geltungsbereich des europäischen Haftbefehls fallen und danach die Auslieferung des Mannes beantragt, so Erich Habitzl, Sprecher der Wiener Neustädter Anklagebehörde am Freitag.

Gericht berät über Auslieferung
Der Mann befindet sich zur Zeit in Übergabehaft in Wiener Neustadt. Die nächste Haftverhandlung findet am 14. Dezember statt. Möglicherweise werde das Gericht dabei auch gleich über seine Auslieferung entscheiden, sagte Habitzl.

Für den "Emir vom Kaukasus" gearbeitet?
Der Tschetschene steht laut Innenministerium im Verdacht, logistische Unterstützungsmaßnahmen bei Bestrebungen für einen islamischen Staat im Kaukasus geleistet zu haben. Der Mann, der als anerkannter Flüchtling in Neunkirchen lebt, gilt als Anhänger des tschetschenischen Rebellenführers Doku Umarow.

Dieser hat sich im Jahr 2007 zum "Emir vom Kaukasus" ausgerufen und will in Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien einen islamischen Staat errichten. Seine Gruppe hat sich unter anderem zu den Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn im März bekannt, bei denen mehr als 40 Menschen ums Leben kamen.

Die Verhaftung des Verdächtigen erfolgte Mitte vergangener Woche am Flughafen Wien in Schwechat, als er aus dem Ausland zurückkehrte. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei - heimlich, um ihn nicht zu warnen - sein Haus durchsucht und dabei Computer und Handys sichergestellt. Diese sollen den belgischen Ermittlern zur Verfügung gestellt werden.



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