Serienräuber narrt Polizei mit Postkarte

"Komme wieder"

Serienräuber narrt Polizei mit Postkarte

Die Polizei sucht fieberhaft nach einem Bankräuber: Der Unbekannte kündigte einen weiteren Coup an - per Post!.

Ein Serienräuber, der in Vorarlberg zwischen August 2008 und Jänner 2010 für fünf Überfälle auf Postfilialen und Banken verantwortlich sein soll, hat sich im August 2009 per Postkarte an die Ermittler gewandt. Die Fahndung nach dem Mann, zu dessen Ergreifung eine Sonderkommission gebildet wurde, laufe weiter auf Hochtouren, so das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag. Am Donnerstag hatte die Polizei eine großangelegte Öffentlichkeitskampagne zu dem Fall gestartet. Man werte bereits erste Hinweise aus der Bevölkerung aus, hieß es.

Ermittlungen via Handschrift
Der Mann gab am 5. August 2009 eine an eine Bregenzer Sparkasse adressierte Karte beim Postamt Lustenau auf, auf der er einen weiteren Überfall andeutete. "Das war noch nicht alles. Komme wieder", schrieb der Mann unter anderem. Mit einer zweiten Postkarte, sechs Tage später in Wolfurt (Bezirk Bregenz) aufgegeben, meldete er sich mit Faschingsgrüßen ("Ore Ore") direkt bei den Ermittlern. Das LKA sucht nun Personen, die die Handschrift auf den Postkarten erkennen oder wissen, wo diese herstammen.

Man schließe auf einen Verzweiflungstäter, den soziale Umstände zu den Überfällen trieben, so das LKA. Der Mann zeige dabei "deutliche Stressreaktionen". "Wenn sich jemand stellt, wird dieser Umstand vor Gericht als Milderungsgrund gewertet", erinnerten die Ermittler den Serienräuber via Medien. Für Hinweise, die zur Ausforschung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 3.500 Euro ausgesetzt.

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