Knutschen in der U-Bahn kostet 50 Euro

Wien

Knutschen in der U-Bahn kostet 50 Euro

Von Kebab bis Knutschen: Was in U-Bahn, Bus und Bim ab sofort tabu ist.

Wien. Die Wiener Linien werden zu Liebestötern: Ab sofort rufen sie mit ihrer Kampagne „Rücksicht hat Vorrang“ dazu auf, die Hausordnung einzuhalten. Und sie gehen noch weiter: Auch wenn es in der Hausordnung nicht explizit verboten ist, wollen die Öffi-Betreiber jetzt auch lautes Telefonieren, stark riechendes Essen und aufdringliches Knutschen mit Strafen von 50 Euro (!) ahnden. Zum Kampagnen-Start sind mehr Kontrolleure unterwegs.

Sittenwächter. Wer wofür bestraft wird, entscheidet der Schwarzkappler. „Unsere Kontrolleure sind geschult, zu erkennen, was andere Fahrgäste stört“, erklärt Wiener Linien-Sprecher Daniel Amann. Die Latte liegt hoch: Die Wiener Linien finden schon knutschende Pärchen störend. Dabei haben die Öffis schon Sex-Pärchen und Nackte im Waggon erlebt. „Das ist schon jenseits der Hausordnung und Sache der Polizei“, sagt Amann.
 

Thomas Schäfer-Elmayer: "Küssen nicht kriminalisieren!"

Benimm-Experte. Er gilt als der Benimmpapst des Landes. ÖSTERREICH fragte bei Thomas Schäfer-Elmayer nach: Ist küssen in den Öffis wirklich so schlimm? „Küssen ist ein Ausdruck der Liebe und sollte nicht bestraft werden. Man sollte allerdings immer darauf achten, dass man sich rücksichtsvoll gegenüber den Mitfahrenden verhält. Das gilt natürlich auch fürs Telefonieren und fürs Essen in der U-Bahn.“

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