Wiener Hunde-Team

4.500 Hunde im Visier – über 200 Anzeigen verhängt

Vom Wienerwald über bis zur Donauinsel - das Wiener Hunde-Team ist in ganz Wien unterwegs. Im letzten Jahr wurden etwa 4.500 Hunde kontrolliert, dabei rund 1600 Mängel festgestellt. 

Das Wiener Hunde-Team hat im vergangenen Jahr rund 4.500 Kontrollen durchgeführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren mit dem Fahrrad in allen Bezirken unterwegs und überprüften, ob die Regeln zur Hundehaltung eingehalten werden. Besonders im Fokus standen Maulkorb- und Leinenpflicht, Registrierung, Chipkennzeichnung und die Zahlung der Hundesteuer.

In rund 1.600 Fällen wurden Mängel festgestellt. Die Bandbreite reichte von fehlender Anmeldung bis zu Verstößen gegen die Sicherheitsvorgaben in Parks und auf Spielplätzen. Kleinere Übertretungen endeten häufig mit einer Ermahnung. Wer sich uneinsichtig zeigte, musste mit einer Geldstrafe von bis zu 70 Euro rechnen.

4.500 Hunde im Visier – über 200 Anzeigen verhängt
© Stadt Wien/Martin VOTAVA

Bei besonders schweren Vorfällen war die Geduld der Kontrolleure am Ende. Wenn ein ungesicherter Hund etwa auf einem Kinderspielplatz frei lief, wurde eine Anzeige fällig. 201 solcher Fälle verzeichnete die Stadt im Jahr 2024. In diesen Situationen konnten Strafen von mehreren tausend Euro folgen.

Weniger Toleranz nach der Aufklärungsphase

"Nachdem wir die Bürgerinnen und Bürger ein Jahr lang intensiv aufgeklärt und Übertretungen hauptsächlich abgemahnt haben, wird nun härter durchgegriffen", so Janina Tran, Leiterin des Wiener Hunde-Teams. Das Team agiert im Auftrag der Stadt und soll dafür sorgen, dass das Zusammenleben zwischen Hundehalterinnen, Hundehaltern und allen anderen Wienerinnen und Wienern reibungslos funktioniert.

Die Arbeit beschränkt sich nicht auf reines Kontrollieren. Ein wichtiger Teil des Konzepts ist die direkte Ansprache. Bei 88 mobilen Beratungsständen konnten sich Interessierte über Rechte und Pflichten rund um die Hundehaltung informieren. Fast 2.000 Menschen nutzten dieses Angebot. Tran erklärte, dass der direkte Dialog oft Missverständnisse klärt und das Regelverständnis verbessert.

Gemeinsam gegen Regelverstöße 

Zusätzlich zu den eigenen Einsätzen unterstützte das Hunde-Team andere städtische Stellen bei Schwerpunktaktionen. Insgesamt 114 gemeinsame Kontrollgänge fanden statt, unter anderem mit der Polizei, den Waste Watchern der MA 48 und Wiener Wohnen. Die Präsenz reichte von der Donauinsel über öffentliche Anlagen bis hin zu den Wäldern am Stadtrand.

Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) zog ein positives Fazit. "Das Wiener Hunde-Team ist ein großer Erfolg und leistet einen wichtigen Beitrag für ein respektvolles und faires Miteinander in unserer Stadt - und das wird auch in Zukunft so bleiben", so Czernohorszky.

Das Projekt geht nun in sein drittes Jahr. Die Stadt setzt weiterhin auf eine Mischung aus Kontrolle und Kommunikation. Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten. Wer sie missachtet, muss mit klaren Konsequenzen rechnen.

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