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Chaos in Wiener Spitälern

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In ganz Wien sind derzeit mehr als 700 Spitalsbetten gesperrt. Die Spitäler können aufgrund des fehlenden Personals ihre Kapazitäten nicht voll ausschöpfen.

Wien. Wiens Spitäler sind mit einem dramatischen Personalmangel konfrontiert und können ihre Kapazitäten nicht voll ausschöpfen. Derzeit sind 714 Spitalsbetten (13,5 Prozent der Gesamtkapazität) gesperrt. Es könnten noch mehr werden, denn täglich kündigt Pflegepersonal. 

Besonders akut ist die Situation auch in der Urologie des AKH. Grund sind die Bettenkürzungen von bis zu 80 Prozent und die Verlängerung der Wartezeiten auf einen Eingriff bei nicht bedrohlichen Erkrankungen von bis zu sechs Monaten. 

In einer Aussendung des Uni-Klinikums AKH Wien heißt es, dass es im Jahr 2022, während der pandemiebedingten besonderen Belastung der Klinik, zu einem vermehrten Personalabgang der Pflegepersonen gekommen sei. Um die Akutversorgung weiterhin zu gewährleisten und gleichzeitig Überlastung des Personals an den Stationen der Urologie zu vermeiden, wurden einerseits Betten gesperrt, gleichzeitig aber stationäre Aufnahmen an anderen Stationen für die Urologie durchgeführt.

Eine Gefährdungsanzeige gemäß dem standardisierten Prozess im AKH Wien wurde vom Leiter der Universitätsklinik für Urologie nie abgegeben, heißt es in der Aussendung weiter. Belastende Situationen für das Pflegepersonal, die zu einer Überlastungsanzeige führen könnten, wurden bereits im Vorfeld durch die Direktion des Pflegedienstes entschärft. Die im Jahr 2022 von der Direktion des AKH Wien durchgeführte Bettensperre erfolgte, um Überlastung des Personals zu vermeiden.

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