Fall Johanna

Polizist gesteht: Vermisste Steirerin ist tot, es war ein "Sex-Unfall"

Im Fall um ¬Johanna G. (34) aus Tillmitsch herrscht seit Dienstag traurige Gewissheit. Der verdächtige 30-Jährige, Liebhaber der Vermissten und Cobra-Beamter, legte am Dienstagnachmittag gegenüber den Ermittlern ein Geständnis ab.  

Er habe die Fitnesstrainerin aus der Südoststeiermark, die seit vier Tagen fieberhaft gesucht wurde, getötet. Aber: Es soll sich laut seinen Angaben um einen Unfall während Würge-Spielchen beim Sex im ¬Auto gehandelt haben.

Johanna G.
© Facebook

Johannas Leiche nach Tötung vergraben

Die Leiche habe er danach – ähnlich wie es im Fall der getöteten Influencerin Stefanie aus Graz geschah – danach vergraben haben. Sie wurde noch am Dienstag von der Polizei geborgen. Damit ist es jetzt für die Familie – Johannas Mama hatte sie am Wochenende als vermisst gemeldet – traurige Gewissheit: Die lebensfrohe Steirerin, die auch noch schwanger gewesen sein soll, ist tot.

johanna
© zVg

Chats überführten den Cobra-Beamten

Am Montag wurde Manuel M. festgenommen, weil er der Letzte gewesen sein soll, der Johanna lebend getroffen hat. Anfänglich stritt er jede Verbindung ab – doch als ihm Chatverläufe vorgelegt wurden, gab er zu, sie am 9. Jänner (am Tag des Verschwindens) zu einer Aussprache getroffen zu haben. Als Grund für sein anfängliches Leugnen gab er an, er habe noch eine andere Beziehung und wollte nicht, dass die Affäre mit Johanna auffliegt.
Stundenlang beteuerte er dann noch, er habe sie lebend bei ihrer Wohnung abgesetzt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden noch zwei als gestohlen gemeldete Pistolen gefunden. Der Druck auf den Kampfsportler, der 2017 auch bei einer beliebten, heimischen Wettkampf-TV-Show mit machte, wurde immer größer. Dann, einen Tag später, knickte er ein und gestand die Tat (für ihn gilt die Unschuldsvermutung).

War Schwangerschaft Motiv für die Tat?

Motiv. Der von ihm geschilderte „Sex-Unfall“ könnte aber auch nur eine weitere Ausrede gewesen sein. Denn laut Johannas Umfeld war sie schwanger – ein mögliches Motiv für ¬eine Gewalttat? Vor allem, wenn sie darauf bestand, dass er sich von seiner anderen Freundin trennen soll – oder ihr davon erzählen wollte.Besonders tragisch: Erst im Oktober 2023 hatte sich die ¬junge Frau, die gerne reiste, nach einem schlimmen Bandscheibenvorfall, ihr linker Fuß war gelähmt, ins Leben zurückgekämpft.

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