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Zehntausende stürmen Tierpark Schönbrunn

Das Zoo-Wunder: Alle jubeln über Elefantenbaby

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Die kleine noch namenlose Elefantin ist großer Zuchterfolg für Tiergarten Schönbrunn. 

Wien. Das Elefanten-Jungtier im Tiergarten Schönbrunn entzückt die Besucher und begeistert ganz Österreich. Am Samstag der vergangenen Woche wurde das noch namenlose Weibchen geboren, ist inzwischen täglich von 10 bis 11 Uhr auch öffentlich zu bewundern. Der Ansturm ist riesig, Besucher drängen sich vor dem Gehege, schießen unzählige Fotos von der Kleinen. „Mit dem Elefanten gibt es natürlich einige Zehntausend Besucher mehr“, sagt der stellvertretende Zoodirektor und Elefantenzucht-Experte Harald Schwammer zu ÖSTERREICH.

Beste Gesundheit. Dem Jungtier und Mutter „Numbi“ „geht es ausgezeichnet“, so Schwammer (siehe Interview unten). Wegen des Andrangs ist er nicht in Sorge. „Die beiden lassen sich überhaupt nicht von den zahlreichen Besuchern stören“, versichert Schwammer. Schon in den nächsten Wochen „wird das Tier alle Teile des Geheges kennenlernen und dann in die Herde integriert“, verrät er die nächsten Schritte.

Elefanten-Fans können bis Dienstag Namen auswählen

Voting. Davor steht aber noch die Namensfindung für das Elefantenbaby auf dem Programm. Auf der Website des Tiergarten Schönbrunn können Besucher noch bis Dienstag 8 Uhr unter „Kibali“, „Dunia“ und „Phinda“ wählen.

Weltpremiere. Für den Tiergarten Schönbrunn ist die bereits fünfte Elefantengeburt seit 1992 ein großer Zuchterfolg. Wie bei der davor letzten Geburt, 2013 kam „Iqhwa“ auf die Welt, wurde das Baby durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen gezeugt. Damals war es eine Weltpremiere, nun wurde das Verfahren erfolgreich wiederholt.

Direktor-Stellvertreter Harald Schwammer: "Mit einem Plumps war es da"

ÖSTERREICH: Was bedeutet Ihnen die Geburt des Jungtiers?

Harald Schwammer: Es ist ganz schön aufregend und ein sehr guter Erfolg unserer qualitativ hochstehenden Elefantenhaltung. Eine Geburt ist für uns alle ein emotionaler Moment. Besonders beim etwa zwei Jahre langen Warten beim Elefanten. Und dann ist der kleine Rüsselträger endlich mit einem Plumps da. Ja, das hat was!

ÖSTERREICH: Wie lief die Befruchtung von Mutter Numbi?

Schwammer: Im mehrmonatigen Zyklus haben wir die etwa vier fruchtbaren Tage herausgefunden – dann wurde der tiefgefrorene Samen appliziert. Danach gab es keine kritischen Momente außer das lange Warten. Wir peilen primär aber natürliche Paarung und Nachzucht an.

ÖSTERREICH: Wie geht es den beiden jetzt?

Schwammer: Beiden Tieren geht es ausgezeichnet. Numbi ist entspannt, lässt trotzdem ihr Junges nicht aus den Augen. Das ist überaus aktiv und dauernd unterwegs. 

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