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Fall Leonie: Quälende 7 Tage Prozess

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Mehr als ein Jahr nach der monströsen Tat an einer 13-Jährigen kommen nun endlich ihre Peiniger vor Gericht.

Wien. Für die Hinterblieben wird es eine Horror-Woche – wobei die Eltern noch nicht wissen, ob sie beim Prozess dabei sein wollen, bei der Urteilsverkündung werden sie aber auf jeden Fall sein wollen. Zudem fordern sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit für jene Schockmomente, wenn dem Gericht und den Geschworenen die Handyvideos gezeigt werden, die von den Afghanen von der Vergewaltigung gemacht und in die Cloud hochgeladen wurden, ehe Leonie starb.

Keine Mordanklage, trotzdem lebenslang

7 Verhandlungstage wurden am Wiener Straflandesgericht deshalb angesetzt, weil neben einer Fülle von Zeugen nicht weniger als sieben Sachverständige geladen sind: Gerichtsmediziner, Psychiater, ein Experte zur Feststellung des wahren Alters der Angeklagten, eine Kriminaltechnikerin sowie ein toxikologischer Sachverständiger zur Frage, ob die 13-Jährige allein infolge der Übermenge der ihr eingeflößten Suchtmittel oder aufgrund der massiven sexuellen Gewalt, die ihr angetan wurde, verstarb. Nicht nur die Hinterbliebenen-Anwälte forderten von Anfang an eine Mordanklage, vor Gericht stehen die drei Afghanen zwischen 19 und 23 Jahren wegen Vergewaltigung mit Todesfolge. So oder so: Dem ältesten droht bis zu lebenslang, den beiden jüngeren bis zu 20 Jahre Haft.

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