Wien scheint "Corona-satt"

"Illegale" Schanigärten vor der Osterruhe

"Illegale" Schanigärten vor der Osterruhe
© TZOe
Wirtechef Dobcak sieht Parallelen in den Sehnsüchten der Gastro und der Bevölkerung.
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Wien. Die ersten Strahlen der Frühlingssonne durchleuchten auch die Disziplin der Menschen. Mit einem Ergebnis, das seinen Schatten voraus wirft. Die Corona-Regeln: Zählen Sie noch? Sei es das Treiben am Donaukanal – großteils ohne Sicherheitsabstände und FFP2-Masken – oder die Ansammlungen in der City. Die hohen Inzidenzzahlen in Wien, die Krise auf den Intensivstationen der Spitäler, der nahende „Osterruhe-Lockdown“: Es scheint, dass wenig davon noch Respekt vor der Pandemie einflößt.

Genuss im Sitzen. Bilder von der Freyung in der City zeigen, wie es sich Passanten auf Kisten sitzend gemütlich machen und dort Getränke konsumieren. Eine Art „illegale“ Schanigartenkultur scheint sich zu entwickeln. Peter Dobcak, Gastronomie-Obmann der Wirtschaftskammer, sieht die geöffneten Lokalitäten, die Take-away-Service anbieten, nicht als Grund. „Die Wirte haben nichts davon, wenn sie Kisten aufstellen, auf denen Kunden sitzen können.“ Das bringe keinen erhöhten Umsatz, aber die Gefahr einer Anzeige.

Sehnsucht. Was Dobcak aber betont: „Die Handlungen der Menschen zeigen, dass sie raus wollen.“ Selbiges gelte auch für die Gas­troszene. „Man kann die Wahrheit durchaus vertragen.“ Wie die laut Dobcak aussieht? „Im April gibt es keinesfalls eine Öffnung, wenn dann erst im Mai.“ Ob bis dahin Passanten weiter „illegale Schanigärten“ mitten in der Stadt veranstalten? Die Antwort kennt nur die Polizei …

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