Intriganten-Stadl in der Hofreitschule

Hinter den Kulissen

Intriganten-Stadl in der Hofreitschule

Die Hofreitschule kommt nicht zur Ruhe. Es wird mit harten Bandagen gekämpft.

Wien. Wenn es nicht so traurig wäre, würden die Pferde in der Hofburg wiehern, angesichts des Theaters, das sich gerade hinter den Kulissen der Spanischen Hofreitschule abspielt.

1. Akt: Sonja Klima, Ex-Gattin des früheren SPÖ-Bundeskanzlers Viktor Klima, tritt unerwartet vor den Vorhang, wird neue Chefin bei den Lipizzanern. Kenntnisse von Pferden hat sie nur peripher. Aber wie viele Frauen liebt sie die Vierbeiner.

2. Akt: Die ärgste Widersacherin der neuen Chefin betritt die Bühne: Elisabeth „Sissy“ Max-Theurer. Die wiederum hat gewaltige Ahnung vom Dressurreiten, wurde 1980 sogar Olympiasiegerin. Max-Theurer ist Sonja Klima in tiefer Abneigung verbunden. Die Ex-Aufsichtsrätin und Mitglied einer Fachjury hält diese für eine Fehlbesetzung und bevorzugt einen Bereiter.

3. Akt: Plötzlich kursiert eine Anzeige gegen Max-Theurer, die bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft liegt. Der Inhalt klingt brisant, ob er strafrechtlich relevant ist, muss sich zeigen. Max-Theurer wird vorgeworfen, gegen 600.000 Euro die Ergebnisse von Reitturnieren beeinflusst zu haben, indem sie bei der Besetzung der Punktrichter mitsprach. Nutznießerin soll ihre Tochter gewesen sein, auf der Strecke sei deren Konkurrentin geblieben.

Schlussakt: „Wir gehen davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird, sagt der Anwalt der Olympiasiegerin. Die Vorgänge seien alt. Fakt ist: Die Staatsanwaltschaft hat die Einstellung empfohlen, jetzt entscheidet der Oberstaatsanwalt. Bleibt zu hoffen, dass die Hofreitschule keinen Schaden nimmt. 

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