Kurz hat in der ÖVP die Zügel in der
Jetzt läuft schon Poker um Neuwahl
Wien. So mancher Grüne sieht sich zurück in die Ära Anschober versetzt, als der damalige Gesundheitsminister nach einen Umfrage-Höhenflug wurde von der ÖVP gezielt ins Visier genommen wurde. Nach Monaten der Sticheleien gab er auf.
Im Visier. Nun, Wolfgang Mückstein ist zwar nicht so beliebt wie Anschober – und politisch unbedarfter: So wirft ihm die ÖVP zu Recht vor, unabgesprochen mit Plänen öffentlich vorzupreschen – was etwa Elisabeth Köstinger zur Weißglut brachte. Ins Visier der ÖVP ist Mückstein aber ebenfalls geraten: Sein Plan eines Nacht-Lockdowns widerspricht der „Kurz-Doktrin“, wonach die „Pandemie für Geimpfte vorbei ist“. Zudem wird im Parlament gemutmaßt, Kurz destabilisiere die Regierung gezielt, um selbst irgendwie ins Kanzleramt zurückzukommen.
Serienattacken. Wie auch immer: Die Serien-Angriffe seiner Getreuen gegen Mückstein sind kein Zufall: Am Sonntag leitete Kurz eine fraktionelle türkise Vorbesprechung, bei der man das Nein zum Lockdown für alle festzurrte. Mückstein wurde mit seinem Vorstoß beim LH-Gipfel von Schallenberg ignoriert – und danach attackiert.
Doch was ist das Ziel der Strategie? Dass die Grünen das Handtuch werfen? Was dann? Neuwahlen in der Pandemie wären eine riskante Variante – ÖVP-Landesfürsten wollen sie (noch) nicht. Doch wie die Koalition so weiterarbeiten soll, ist für alle schwer vorstellbar.
Doch Neuwahl? Politik-Enfant-terrible Rudi Fußi tweetete gestern, Kurz drohe den Grünen bereits mit Neuwahl, sollten die weiter auf dem Lockdown bestehen. Zumindest gestern wurde das entschieden dementiert...
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