"Kannibale" will in Fritzl-Häfen

Nach lebenslang

"Kannibale" will in Fritzl-Häfen

Er wird das Gefängnis nicht mehr verlassen und will sich dennoch ein neues Leben aufbauen.

Wien/NÖ. Erwartungsgemäß wurde Alfred U. (64) am Mittwoch wegen Mordes an der Gelegenheitsprostituierten Zuzsanna S. (28) zu lebens­langer Haft verurteilt – ÖSTERREICH berichtete. Gegen das Strafmaß hat seine Verteidigerin Astrid Wagner Berufung angekündigt, da sie aufgrund der desaströsen Kindheit des heute 64-Jährigen Milderungsgründe sieht. Das Urteil ist daher nicht rechtskräftig, Alfred U. sitzt weiter in ­U-Haft. Das will er aber nicht.

See-Killer: "Möchte mir neues Leben aufbauen"

„Er möchte so schnell wie möglich in die Justizanstalt Stein“, sagt Wagner. Dort sitzt auch Inzestvater Josef Fritzl lebenslang. Der gelernte Schriftsetzer, der bereits 23 Jahre einsaß und wohl nicht mehr in Freiheit gelangt, will in der Anstaltsdruckerei arbeiten. So paradox es klingen mag: Er möchte sich dort ein neues Leben aufbauen. Der Berufung werden wenig Chancen eingeräumt. Die Richterin sagte im Prozess: „Es war gar kein anderes Urteil möglich.“