Ölspur legt Wiener Ring lahm: Kritik an MA48

Zu lange Aufräumarbeiten?

Ölspur legt Wiener Ring lahm: Kritik an MA48

Der Magistrat weist diese allerdings vehement zurück.

Wegen einer mehrere Kilometer langen Ölspur sind am Donnerstagnachmittag in Wien zahlreiche Straßen vom Parlament bis zur Nordbrücke gesperrt worden. Es kam zu erheblichen Staus. Die Fahrbahnen wurden mit mehreren Kehrmaschinen der MA48 gesäubert, erläuterte Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. Die Feuerwehr stellte ein Spezialreinigungsmittel zur Verfügung. Der Verursacher der Ölspur ist unbekannt.

Das Problem war am Vormittag aufgetreten. Ein Fahrzeug, das laut Figerl noch dazu mehrmals die Fahrspur gewechselt hatte, verlor auf der Strecke vom Ring bis zur Nordbrücke Öl. "Das hat eine Komplettsperre notwendig gemacht", sagte Figerl. Die Ringstraße wurde von der Oper bis zur Börse gesperrt. In weiterer Folge mussten die Maria-Theresien-Straße ab der Börsegasse, die Obere Donaustraße und Brigittenauer Lände bis zur Nordbrücke gereinigt werden.

Am Nachmittag staute es sich vor allem auf der sogenannten Zweierlinie in beiden Richtungen, hieß es beim ÖAMTC auf APA-Nachfrage. Auch am Franz-Josefs-Kai, am Inneren Gürtel von der Alser- bis zur Nußdorfer Straße und im 19. Bezirk stand der Verkehr überwiegend still. Auf der Südosttangente (A23), wohin viele Autofahrer auswichen, floss der Verkehr Richtung Norden zäh.

MA48 weist Vorwürfe zurück

Die Aufräumarbeiten der MA48 dauerten bis in die Abendstunden und sorgten für viel Kritik. Aber der Leiter der MA48 weist jegliche Vorwürfe zurück. Man sei - wie es üblich ist - mit der Kehrmaschine hin. Die streut dann Sand aus, lasst es auftrocknen, dann sperrt man die Straße und dann nimmt man es weg. "Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, ist, dass die Ölspur dann vier Kilometer lang wurde", erklärt Thon gegenüber "Radio Ö24".

"Der Kollege hat dann Verstärkung gerufen. In der Zwischenzeit waren wir dann schon mit sechs Fahrzeugen dort, mit neun Leuten und mit Kleinfahrzeugen. Aber das Mittel muss eben wirken und die Polizei muss die Straße sperren", so Thon.