Traiskirchen

Wien

Riesen Schlangen vor Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen

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Die Asyllage in Österreich spitzt sich zu. Ein aktuelles Foto zeigt die Warteschlangen im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen.

Rund 60.000 Asylanträge wurden heuer bereits in Österreich gestellt – und der Ansturm bricht nicht ab. Ein aktuell aufgenommenes Fotos (13.9.) zeigt die aktuelle Lage im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen: Dort bilden sich meterlange Warteschlangen vor der Essensausgabe. Aufgrund der hohen Auslastung muss die Ausgabe in Tranchen abgehalten werden. 

 

Inzwischen hat sich auch Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler auf Twitter zu Wort gemeldet und kritisiert in einem Video Innenminister Karner scharf. "Für mich liegt der Verdacht nahe, dass Sie die Situation hier in Traiskirchen aus reinem parteipolitischem ÖVP-Kalkül heraus eskalieren lassen möchten, um das Thema Flucht und Migration in Österreich hoch zu treiben und von Ihrem Regierungsversagen bei wirksamen Anti-Teuerungsmaßnahmen oder von den ÖVP Korruptionsthemen abzulenken", wirft der SPÖ-Politiker Karner vor. Er fordert eine bessere Umverteilung der Flüchtenden.

Innenminister Karner sprach indes kürzlich von "aktuell hohen Zahlen an illegaler Migration aus wirtschaftlichen Gründen". Besonders schlimm sei derzeit die Lage an der EU-Außengrenze Ungarn-Serbien, weswegen Innenminister Karner zusätzliche Polizisten aus Österreich an die Grenze sendet, wie er Anfang September bekannt gab. Die zusätzlichen 20 Polizisten würden an der ungarisch-serbischen Grenze Dienst versehen, "weil wir sehen, dass es notwendig ist, und weil wir sehen, dass das erfolgreich ist". 

Karner über Bablers Ausführungen "verwundert"

Auf Bablers Kritik reagierte Karner irritiert: "Der Innenminister bedankt sich für die Anstrengungen und Bemühungen der Stadt Traiskirchen und von Bürgermeister Andreas Babler. Innenminister Gerhard Karner hat in den vergangenen Tagen und Wochen mehrfach telefonischen Kontakt mit Bürgermeister Babler gehabt und dabei konstruktive Gespräche geführt. Social Media ist das eine, persönliche Gespräches sind das andere. Umso mehr ist das Innenministerium über die heutigen Ausführungen des Traiskirchener Bürgermeisters verwundert", hieß es aus dem Innenministerium.

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