In mehreren Pflichtschulen kracht es an allen Ecken. Die Duschen sind verschimmelt, das Wasser erfüllt teils nicht die Hygienestandards, und die Luft in den Turnsälen herrschen oft bedenkliche Raumklimabedingungen. Die Wiener Volkspartei spricht von strukturellen Problemen.
In den Turnsälen vieler Wiener Pflichtschulen herrschen teils alarmierende Zustände. Der aktuelle Bericht des Stadtrechnungshofs zeigt, dass Kinder und Jugendliche unter Bedingungen trainieren, die weder sicher noch hygienisch sind. Die bauliche Grundstruktur wird in vielen Fällen zwar als stabil eingestuft, doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich gravierende Mängel.
Hygieneprobleme und fehlende Kontrolle
Laut Bericht wurden in mehreren Schulen hygienische Mängel in Dusch- und Sanitäranlagen festgestellt, darunter auch Schimmelbildung. Die vorgeschriebenen Kontrollen bei zentralen Trinkwasseranlagen blieben in mehreren Fällen aus oder wurden nicht ausreichend dokumentiert. Bei den regelmäßigen Überprüfungen zeigte sich, dass das Wasser oft nicht die erforderliche Temperatur erreichte, um Keimwachstum zuverlässig zu verhindern. Diese Versäumnisse stellen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar.
Sicherheitsmängel und schlechte Luft
Auch in puncto Sicherheit bestehen erhebliche Defizite. In einigen Schulen bergen hervorstehende Bauteile, scharfe Kanten oder ungesicherte Haken eine potenzielle Verletzungsgefahr. Die Spielfeldmarkierungen halten häufig nicht den vorgeschriebenen Abstand zur Wand ein. Hinzu kommt eine schlechte Luftqualität. In der Hälfte der geprüften Turnsäle fehlt eine funktionierende Be- und Entlüftung. Fenster lassen sich teils nicht öffnen, weil sie defekt sind oder schwer erreichbare Hebel eine Nutzung unmöglich machen.
ÖVP fordert rasche und klare Maßnahmen
Die ÖVP fordert rasches Handeln der Stadtregierung. "Schulsport darf nicht durch hygienische Mängel oder Sicherheitsrisiken behindert werden. Wenn Schimmel in Duschräumen festgestellt wird oder die Trinkwasserhygiene nicht den Vorgaben entspricht, braucht es rasche und klare Maßnahmen", betont Stadträtin Kasia Greco, Sportsprecherin der Wiener Volkspartei. "Der Stadtrechnungshof hat eine eindeutige Arbeitsgrundlage geliefert. Jetzt sind SPÖ und NEOS gefordert, diese Empfehlungen vollständig umzusetzen", erklärte Greco.
Aus Sicht der Wiener Volkspartei ziehen sich die Probleme durch das gesamte System. Es handle sich nicht um vereinzelte Ausreißer, sondern um strukturelle Defizite, die langfristig den Schulsport gefährden.
Gedrängt wird auf rasches Handeln der Stadtregierung. "Schulsport darf nicht durch hygienische Mängel oder Sicherheitsrisiken behindert werden. Wenn Schimmel in Duschräumen festgestellt wird oder die Trinkwasserhygiene nicht den Vorgaben entspricht, braucht es rasche und klare Maßnahmen", betont Stadträtin Kasia Greco, Sportsprecherin der Wiener Volkspartei. Der Stadtrechnungshof habe zu den aufgezeigten Mängeln konkrete Empfehlungen ausgesprochen.