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Wien

Telefon-Mafia wollte Opfer als ›Ermittler‹ einsetzen

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Mit einer neuen Masche versuchen Betrüger, Senioren das Geld aus der Tasche zu ziehen. 

Wien. Die Gauner, die sich als Polizisten ausgeben und so Pensionisten um ein Vermögen bringen, werden immer dreister:

Ende Juli wurden mehrere Bewohner einer Senioren­residenz in Favoriten von ­falschen Cops angerufen. Die beredten Täter spielten den Pensionisten vor, dass man ihre Hilfe benötigen würde. „Wir sind hinter einer Trickbetrügerbande her. Wir brauchen Goldbarren, um die Bande anzulocken“, legen die echten Betrüger eine Spur zu erfundenen Betrügern. Die meisten Bewohner durchschauten es und legten auf.

Austro-Türke (21) bei Übergabe geschnappt

Ein 87-Jähriger ließ sich ­jedoch dazu überreden, drei Goldbarren im Wert von mehr als 86.000 Euro zu bestellen. Der Anrufer bekam sogar alle Online-Kontodaten des Seniors. Der „Polizist“ erkundigte sich darauf über mehrere Tage telefonisch beim Opfer, ob das Gold schon angekommen sei. Der 87-Jährige wurde misstrauisch und verständigte die echte Polizei. Eine Fahnderin kümmerte sich bei dem Online-Portal um die Rückabwicklung des Transfers, der Pensionist bekam die überwiesene Summe retour.

Wenige Tage später machte sich der Senior mit den Betrügern ein Treffen aus. Die Beamten hatten falsche Goldbarren organisiert. Am Übergabeort lagen die Ermittler auf der Lauer: Ein Austrotürke (21) holte das vermeintliche Gold ab und wurde dabei festgenommen. Die Ermittlungen zu seinen Hintermännern laufen. 

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