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Leiche in Kasten versteckt

Vater mit zwei Messerstichen getötet

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Vater-Tochter-Streit zum Jahrestag der Ausschreitungen von Charlottesville.

Die Chronologie: Am Freitag, den 4. August, tötete der Mario S. seinen Vater (59), der den herumstreunenden Sohn ohne festen Wohnsitz erst wenige Tage davor wieder einmal in seinem Reihenhaus in der Rickard-Lind-ström-Gasse in Favoriten aufgenommen hatte. Beide Männer sollen schwer dem Alkohol zugesprochen haben.

Aus nicht geklärter Ursache soll es an diesem Freitag zu einem heftigen Streit gekommen sein (sagt zumindest der Sohn aus), wobei der 31-Jährige derart in Rage geriet, dass er ein Klappmesser zückte und zweimal auf Manfred M. einstach – brutal in den Hals und in die Brust. Als mögliches Motiv kommt für die Nachbarn neben der angeblichen Streiterei auch ein kaltblütiger Raubmord infrage – da der Sohn immer dann aufgetaucht sein soll, wenn der Frühpensionist am Monatsbeginn seine Rente überwiesen bekam.

Sohn erstach Vater Favoriten
© zvg
Der mutmaßliche Mörder Mario S.

Verwest

Wie ÖSTERREICH berichtete, stülpte der Sohn daraufhin einen Plastiksack über die Leiche und verstaute den Toten im Wandschrank im Schlafzimmer. Um das Verbrechen und etwaige Verwesungsgerüche zu vertuschen, klebte der Sohn die Kastentüren mit Klebeband hermetisch ab. Und tatsächlich bemerkte eine Woche lang – und das bei Temperaturen jenseits der 35 Grad – niemand das Verbrechen. Eine Woche danach, wieder an einem Freitag, die Wende: Mario S. rief von sich aus bei der Polizei in Baden in Wien an und gestand noch am Telefon, dass er seinen Vater getötete habe.

Erleichterte er sein Gewissen, das ihn plagte, oder war er in Panik, weil er wegen eines angeblichen Autodiebstahls polizeilich gesucht wurde? Mario S. sollte im Laufe des Sonntags an die Justiz überstellt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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