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Chronik

Wiener Gürtelpool steht vor Comeback

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Der Polit-Aufreger des vorigen Sommers sorgt schon wieder für Wirbel. 

Rudolfsheim-Fünfhaus. Es war der Aufreger des Corona-Sommers 2020 – die mittlerweile zurückgetretene grüne Stadträtin Birgit Hebein und der rote Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus, Gerhard Zatlokal, sorgten mit ihrem Swimmingpool mitten auf einem Kreuzungsplateau des Gürtels für enorme Aufregung. Statt das Projekt still und heimlich abzuschreiben, soll es offenbar ein Comeback feiern.

Bezirksvorsteher "Wild entschlossen"

Auf ÖSTERREICH-Anfrage heißt es offiziell von Zatlokal: „Am Gürtel kommt der Gürtelpool definitiv nicht mehr. Wo er hinkommt, wenn er wieder kommt, können wir noch nicht sagen. Es laufen ständig Gespräche.“ TeilnehmerInnen von Sitzungen der Bezirksgremien bestätigen: „Zatlokal ist in Wahrheit wild entschlossen, wieder einen Gürtelpool zu machen. Seine Favoriten sind der Auer-Welsbach-Park beim Technischen Museum oder die leer stehenden ÖBB-Gründe an der Westbahn. Nur einen Budgetantrag dafür in der Bezirksvertretung hat er sich noch nicht getraut.“

FP-Kowarik: "Viel Geld im Pool versenkt"

Wohl aus gutem Grund. Denn FP-Mann Dietbert Kowarik tobt schon jetzt: „Ich fürchte, dass wieder völlig intransparent viel Geld im Pool versenkt wird, das in Corona-Zeiten überall notwendiger gebraucht würde als für ein völlig unnötiges Planschbecken.“

Finanzskandal für Stadt und Bezirk

Das Badevergnügen in dem höhergelegten Mini-Tümpel für maximal sechs Personen auf einmal brachte es im Vorjahr auf ganze 23 Betriebs­tage. Der Bezirk bezahlte dafür 150.000 Euro aus dem Werbebudget – was zu heftigen Debatten, Strafanzeigen und Forderungen nach Rechnungshofprüfungen führte. Dann stellte sich heraus, dass aus dem Budget der grünen Verkehrsstadträtin Birgit Hebein zusätzlich 110.000 Euro für Verkehrsmaßnahmen am Gürtel geflossen waren.

Die MA53 von Stadtrat Peter Hanke stoppte Anfang September die ge­plante Übersiedlung in den Auer-Welsbach-Park als „nicht zweckmäßig“. Diese hätte nochmals 80.000 Euro verschlungen … 

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