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"Leonardo"

oe24 fliegt im neuen Heeres-Heli

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oe24-Reporter Aaron Brüstle flog eine Runde im neuen Leonardo. 

Es bläst ein eisiger Wind am Fliegerhorst Aigen (Steiermark). oe24-Reporter Aaron Brüstle hebt mit VP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ab. Sobald das Triebwerk des Leonardo im Titan-geschützten Gehäuse über den Köpfen der Passagiere losheult, geht ein Zittern durch die Maschine. Der Aufstieg ist rasant. Es wird ein Rundflug über die verschneite Steiermark.

Alles wird per Kamera gecheckt

Sofort fällt auf: Man sitzt in einem fliegenden Computer. Früher hatte man etwa eine Rundum-Verglasung, um die angehängte Last unten zu sehen. Jetzt wird alles per Kamera beobachtet. Seit heuer sind fünf dieser „Leos“ voll einsatzfähig (ein sechster soll noch geliefert werden). Die Helikopter sind unter anderem zum Personentransport befähigt. Doch die Möglichkeiten sind enorm: Flugrettung, Löscheinsätze, Transporte, aber auch bewaffnete Einsätze.

Aaron im Heli
© oe24
× Aaron im Heli

Höchstgeschwindigkeit 280 km/h

Der Leonardo AW 169 schafft bis zu 280 km/h, bietet Platz für 10 Personen und soll künftig gemeinsam mit den Blackhawks die Hubschrauberflotte des Bundesheeres stellen.

Ende 2023 wurde die Ausbildung des zehn Militärpiloten umfassenden Einführungsteams in Italien abgeschlossen. Im Rahmen der Systemeinführung absolvierten die Hubschrauber über 850 Flugstunden. Nun werden sie vom Projektteam an die Luftstreitkräfte übergeben, wo die Aufnahme in den Regelflugbetrieb beginnt.

"Eine neue Ära beginnt"

Damit geht die Ära der "Alouette III" zu Ende, die nach 55 Jahren aus dem operativen Dienst gestellt wird, erklärte Tanner bei einer Pressekonferenz am obersteirischen Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal: "Eine Ära geht zu Ende und eine neue beginnt."

Ab sofort können die AW169 im Assistenzeinsatz und Katastrophenschutz eingesetzt werden und die Aufgaben der ausgemusterten "Alouette III" übernehmen, wie Personen- und Truppentransport, den Windenbetrieb sowie den Transport von Außenlasten bis 1.000 Kilogramm, erklärte der Kommandant Luftstreitkräfte, Brigadier Gerfried Promberger, der die Beschaffung der AW196 als "Leuchttumprojekt im Bereich des Aufbauplans" bezeichnete.  

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