Die Moskau-Mission von Kanzler-Kurz

Drei Stunden im Kreml

Die Moskau-Mission von Kanzler-Kurz

Am Dienstagabend soll VP-Kanzler Sebastian Kurz nach Moskau fliegen. Am Mittwoch steht dann ein brisanter Termin für ihn an: Im Kreml soll er von Russlands Präsidenten Wladimir Putin empfangen werden.

Beachtlich

Immerhin be­findet sich Putin drei Wochen vor der russischen Präsidentschaftswahl. Trotzdem hat er Kurz ganze drei Stunden eingeräumt: Zunächst soll es ein gemeinsames Mittagessen, dann noch eine Pressekonferenz geben. Offiziell geht es um die Vorbereitungen für die österreichische EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018. Zudem soll Putin im Juni zur 50-Jahres-Feier der Zusammenarbeit von Gazprom und der OMV nach Wien kommen.

Im Gespräch mit Putin will sich Kurz aber auch als Vermittler anbieten: Im Ukrainekonflikt und für syrische „Friedensgespräche“, die der Kanzler erneut gerne nach Wien holen würde.

Kurz kommt FPÖ mit Reise nach Moskau zuvor

Für Putin – die EU hat bekanntlich Sanktionen gegen den Kreml verhängt – ist es auch eine Möglichkeit, seine guten Kontakte zum Westen zu demonstrieren. Kurz will in Moskau auch seine EU-Treue, gleichzeitig aber auch seine Sympathien für einen Abbau der Sanktionen signalisieren. Mit ein Grund für den eiligen Besuch von Kurz ist freilich auch eine geplante Reise von FP-Außenministerin Karin Kneissl. Der Westen wiederum beobachtet die engen Bande zwischen FPÖ und Kreml genau.

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