Klaudia Tanner so gut wie fix
Diese starke Frau soll unser Bundesheer führen
Wien. Kurz möchte erstmals eine Frau an der Spitze der Landesverteidigung. Diese Frau soll für die ÖVP die rechte Wählerschaft abdecken und neben Karl Nehammer im Innenministerium die zweite wichtige Säule der Sicherheitspolitik der ÖVP bilden. Es verdichtet sich, dass die Juristin und nö. Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner diese Position übernehmen werden wird. Sie steht für "Law and Order" und würde in der Tradition starker Frauen in der Sicherheit wie Maria Fekter oder Hanni Mikl-Leitner folgen.
Poker um Ministerien: Das sind die geplanten Minister
Fest steht: Die ÖVP holt sich wieder das Finanzministerium. Auch die Sicherheitsagenden Inneres und Verteidigung – hier will Kurz unbedingt eine Frau installieren – sollen an die Türkisen gehen. Das Agrarministerium dürfte wohl – in abgespeckter Form – bei Ex-Ressortchefin Elisabeth Köstinger bleiben, und auch Margarete Schramböck wird wohl an ihren Schreibtisch im Wirtschaftsministerium zurückkehren dürfen. So hat es Kurz auch für Heinz Faßmann vorgesehen. Winkt der weiter ab, wird Andreas Salcher Bildungsminister.
Die Grünen sichern sich indes ein Super-Ministerium mit Umwelt- und Verkehrsagenden. Auch Soziales, Frauen und das Vizekanzleramt samt Kulturagenden gehen an die Ökos. Offen ist noch, ob Lothar Lockl, wie vom Bundespräsidenten gewünscht, Außenminister wird. Dann könnte Justiz wieder zur ÖVP wandern.
Karl Nehammer (47)
Der ÖVP-Generalsekretär und Offizier führte zuletzt die Partei und gilt als Teamplayer.
Alma Zadic (35)
Die Anwältin hat sich in den Verhandlungen bewährt. Gehandelt wurde aber auch Ex-Staatsanwalt Walter Geyer.
Gernot Blümel (38)
Gilt als engster Kurz-Vertrauter. Er studierte nicht nur Philosophie, sondern auch Wirtschaft.
Elisabeth Köstinger (41)
Die Kurz-Vertraute und Vizechefin des Bauernbundes ist politisch erfahren. Auch auf EU-Ebene ist die Kärntnerin und Jungmutter zu Hause.
Leonore Gewessler (42)
Als langjährige Chefin der Umweltorganisation Global 2000 kennt sie das Politgeschäft. Für Kogler eine unentbehrliche Verhandlerin – vor allem bei Klima.
Karoline Edtstadler (38)
Die frühere Strafrichterin gilt in Sicherheitsfragen als knallhart. Die Salzburgerin sitzt seit Juni im EU-Parlament, wäre also prädestiniert für die EU-Agenden.
Margarete Schramböck (49)
Erst 2017 stieg die frühere A1-Chefin in die Politik ein. Kurz hält große Stücke auf die Tirolerin und ließ sie das wichtige Bildungskapitel verhandeln.
Rudi Anschober (59)
Der OÖ-Landesrat wurde bundesweit bekannt, als er sein Burnout outete. Er ist ein grünes Urgestein, saß lange im Parlament und gilt als Pragmatiker.
Heinz Faßmann (64)
Der 2,03 Meter große gebürtige Deutsche Heinz Faßmann startete als Kurz’ Integrationsexperte und war schnell für ihn unentbehrlich. Wenn er will, wird er wieder Minister.
Alexander Schallenberg, Peter Launsky-Tieffenthal oder ein anderer Top-Diplomant
Zunächst verdichteten sich die Zeichen auf den Grünen Lothar Lockl als Außenminister. Laut Insider-Informationen soll das Amt jedoch an die ÖVP gehen: Alexander Schallenberg oder Peter Launsky-Tieffenthal sind ohnehin Top-Diplomaten, die das Ministerium in- und auswendig kennen.
Eva Blimlinger (58)
Zuletzt war die grüne Mandatarin Präsidentin der Universitätskonferenz. Politische Sporen erwarb sich die Historikerin im ORF-Publikumsrat.
Sigi Maurer (34)
Die frühere ÖH-Vorsitzende war Wissenschaftssprecherin und hat bereits Uni-Budgets verhandelt. Seit Oktober ist sie im Parlament Koglers „Statthalterin“.
Josef Meichenitsch (40)
Der studierte Volkswirt war früher als Finanzexperte für Kogler tätig. Dann ging er zu einer Bank nach Irland, jetzt ist er Leiter der Geldwäscheprüfung bei der FMA.
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