Eurofighter treiben Heer in Finanz-Chaos

Millionen fehlen

Eurofighter treiben Heer in Finanz-Chaos

Eurofighter-Debakel löst eine negative Kettenreaktion im gesamten Bundesheer aus.

Monatelang hatte es das Bundesheer verschwiegen – in der Vorwoche deckte dann ÖSTERREICH auf, dass gleich zwei Fast-Abstürze des Eurofighters im Mai und Oktober 2009 vertuscht worden waren. Jetzt wirft die Offiziersgesellschaft Verteidigungsminister Norbert Darabos vor, dass dieser freiwillig 218 Millionen Euro Rückzahlung für die Jets pro Jahr in sein Budget genommen habe, statt sie beim Finanzminister zu belassen. „Damit verpulvert er mehr als zehn Prozent des Jahresbudgets für die Eurofighter. Für den Rest ist absolut nichts mehr da“, sagt ein Insider.

Neben kaputten Kasernen mit 38 Mann in einem Zimmer und fehlenden Duschen beklagen jetzt Experten, dass dadurch Geld für alle Heeres-Investitionen fehle: „60 Millionen Euro wurden für die Modernisierung des Hubschraubers AB 212 budgetiert – aber nie bereitgestellt. Allein bei den Hubschraubern gibt es 500 Millionen Investbedarf, den Darabos nicht decken kann“, meint Luftfahrt-Experte Georg Mader.

Verteidigunsminister verteidigte das Bundesheer und dessen Zustand, das Heer sei "natürlich einsatzbereit".

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