Video zum Thema Glawischnig: Austritt bei den Grünen, Eintritt bei Novomatic
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Zweite Karriere

Eva Glawischnig: Neuer Job bei Novomatic

Das wird viele überraschen: Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig-Piesczek hat einen neuen Job - und zwar beim niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic. Mit 1. März hat die frühere Politikerin dort die Bereiche "Corporate Responsibilty und Sustainability" übernommen. "Um diese etwas sperrige Bezeichnung zu übersetzen: Ich sehe mich als Verantwortungsmanagerin", sagte Glawischnig bei ihrer Präsentation am Freitagvormittag.

"Natürlich gab es Differenzen zwischen den Grünen und der Novomatic"

Nach ihrer Entscheidung, sich aus der Politik zurückzuziehen, habe sie durchaus auch eine Reihe anderer Angebote gehabt. "Aber ich habe mich bewusst für Novomatic entschieden. Weil mich die Arbeit in einem international ausgerichteten, technisch sehr innovativen Konzern sehr reizt. Und weil ich es als spannende gesellschaftliche Herausforderung sehe", so Glawischnig. "Natürlich gab es in der Vergangenheit durchaus Differenzen zwischen unserem Unternehmen und Eva Glawischnig", sagt Novomatic-Chef Harald Neumann. Das sei aber gerade spannend an der künftigen Zusammenarbeit: "Es ist wichtig, dass es in einem Unternehmen unterschiedliche Meinungen gibt - sonst geht nichts weiter."

"Gehalt als Klubobfrau war höher als jetzt bei Novomatic"

Ihre früheren Grünen-Kollegen habe sie auch erst Freitag in der Früh von ihrem neuen Job informiert, erzählt Glawischnig. "Das erwartete 'Um Gottes willen' ist ausgeblieben." Geld habe keine Rolle gespielt bei ihrer Entscheidung für Novomatic. Wie viel sie dort verdient, verrät Glawischnig nicht - "aber als Klubobfrau der Grünen war mein Gehalt höher." Ihr Vertrag bei Novomatic ist unbefristet.

Ihren kritischen Geist werde sie jedenfalls nicht aufgeben, sondern bei Novomatic einbringen. Ihre neue Tätigkeit habe zum einen in der Tradition ihrer grünen Interessen eine ökologische Komponente - Stichwort Nachhaltigkeitsberichte etc. "Und es geht mir insbesondere um die Weiterentwicklung des Responsible Gaming." Mit Verboten komme man nicht weiter, vielmehr gehe es um eine verantwortungsvolle Regulation des Glücksspiels. "Man kann unerwünschte gesellschaftliche Erscheinungen wie Spielsucht nicht einfach wegverbieten."

 Im Zuge ihres Entscheidungsprozesses für den neuen Job habe sie auch versucht, selbst zu spielen, habe sich in Niederösterreich versucht zu registrieren für eine Zutrittskarte zu einem Automatenlokal - sei aber in mehreren Anläufen gescheitert. "Bis ich dann drauf gekommen bin, woran das lag: Ich bin als Politikerin eine Risikoperson, da geht das mit der Registrierung nicht so einfach. Das hat mir gezeigt: Es funktioniert also mit den strengen Regeln..."

Familie Glawischnig übersiedelt im Sommer nach Niederösterreich

Kritik werde es sicher geben an ihrer neuen Rolle, rechnet Glawischnig. "Aber das gehört dazu." In den nächsten Wochen wird sie zunächst das Unternehmen von Grund auf kennen lernen, auch die wichtigsten Auslandsmärkte Deutschland, Großbritannien, Spanien bereisen, Produktionsstätten besuchen etc. "Dann werden wir eine Themenliste erstellen, worum ich mich zunächst vorrangig kümmere." MIt ihren exzellenten Polit-Kontakten ist Glawischnig für Novomatic natürlich auch eine Schnittstelle zur Politik.

Glawischnigs Dienstort ist die Novomatic-Zentrale in Gumpoldskirchen (NÖ). "Wir übersiedeln mit der Familie im Sommer nach Niederösterreich, das war sowieso geplant", sagt Glawischnig.

 

Eva Glawischnig ist heute um 14 Uhr zu Gast bei ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner in "Fellner! LIVE" auf oe24.TV

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