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Wiederholen

Vorwürfe an Politiker

Geheime Tonbänder im Eurofighter-Skandal

Eurofighter-Hersteller EADS gab vor der US-Justiz zu 55 Millionen Euro an österreichische Politiker bezahlt zu haben.

Doch an wen das Geld geflossen sein soll, ist bis jetzt unbekannt. Laut der Investigativ-Seite des früheren Politikers Peter Pilz "zackzack.at" sollen Tonbandaufnahmen einige Politiker in der Eurofighter-Causa belasten. "zackzack.at" liegen demnach zwei Telefonate und eine Abhör-Aufnahme vor.

In einem Telefonat beschreibe die ehemalige BZÖ- und Stronach-Abgeordnete Elisabeth Kaufmann-Bruckberger gegenüber Nachrichtenhändler Chaim S. ein Treffen mit Erika R. bei dem es um den Eurofighter-Deal gegangen sein soll. Erika R. war die damalige Ehefrau des Haider-Vertrauten Gernot R. Bei dem Treffen in einem Wiener Café soll Erika R. über Zahlungen an Spitzenpolitiker gesprochen haben. Jeder soll seinen "Teil" bekommen haben und das "direkt von ihr" (Anm. Erika R.). Zwei Namen fallen dabei: Peter Sichrovsky und Boris Kandov. Sichrovsky war damals FPÖ-Generalsekretär.

Sie sollen "es" immer in "Cash" bekommen haben. Auf Nachfrage von S., ob sogar Minister Geld bekommen hätten, antwortet Kaufmann-Bruckerberger mit "Ja". Ausdrücklich nenne Kaufmann-Bruckberger Finanz- und Verteidigungsminister (Anm. Karl-Heinz Grasser und Herbert Scheibner), wie "zackzack.at" schreibt. Beide dementieren die Aussagen der Ex-BZÖ-Abgeordneten.
 
Video zum Thema: Eurofighter: Alma Zadic nimmt Justiz in Schutz

Zweites Telefonat noch konkreter

In einem zweiten Telefonat zwischen Nachrichtenhändler Chaim S. und Kaufmann-Bruckberger soll Kaufmann-Bruckberger bejaht haben, dass "die Bezahlung direkt von dem Unternehmen 100% Communications", die Agentur von Gernot R., ausgegangen sei. Sie nennt weitere Politikernamen, die Geld erhalten haben sollen, wie Michael Häupl (Anm. ehemaliger Wiener Bürgermeister), Alfred Gusenbauer (Anm. Ex-Bundeskanzler) und nochmals Karl-Heinz Grasser.
 
Die ehemaligen SPÖ-Politiker verwehren sich gegen die Anschuldigungen Kaufmann-Bruckbergers, wie "zaczack.at" schreibt. Der Wiener Ex-Bürgermeister Michael Häupl sagt, es habe nie Kontakt zwischen ihm und Vertretern von EADS gegeben. Elisabeth Kaufmann-Bruckberger kenne er gar nicht, die Vorwürfe seien "völlig aus der Luft gegriffen".

Dritte Aufnahme mit Abhörgerät

In einer dritten Tonbandaufnahme soll Kaufmann-Bruckberger bei einem Treffen mit Erika R. verkabelt gewesen sein. Auch diese Aufnahmen liege "zackzack.at" vor, wie die Aufdecker-Seite schreibt. 
 
Erika R. erkläre darin, dass die Zahlungen nur in Bar vonstatten gingen: "Cash, das kannst nicht feststellen, das kannst nicht überweisen. Hat er (Anm. Peter Sichrovsky) gesagt: "Ja wie kann man da noch sicher sein, dass sie sich daran halten?" Dann hab ich gesagt: "Das ist halt Vertrauen oder nicht Vetrauen." Sagt er: "Naja, vertrauen…."
 
Im Eurofighter-Untersuchungsausschuss bestritt D. dann das Treffen mit Kaufmann-Bruckberger.

Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

 

Video zum Thema: Airbus lehnt Treffen ab

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