Hymne: Gabalier will Volksabstimmung
Hymne: Gabalier will Volksabstimmung
Hymne: Gabalier will Volksabstimmung
Hymne: Gabalier will Volksabstimmung

Nach-Spielberg-Eklat:

Hymne: Gabalier will Volksabstimmung

Hymnen-Streit: Jetzt soll eine Volksabstimmung kommen.

Es ist ein Eklat, über den zurzeit ganz Österreich diskutiert: Darf unsere Bundeshymne nur in der neuen „Töchter und Söhne“-Version gesungen werden? Eine Frage, die demnächst ganz Österreich in Form einer Volksabstimmung beantworten soll – so der Wunsch der FPÖ und des Volks-Rockers An­dreas Gabalier. Via Ö3-Wecker ließ er die erstaunte Nation wissen: „Ja! Ich bin dafür.“ Ein Zug, auf den auch prompt die Politik aufspringt.

FP macht mobil. FP-Chef Strache zu ÖSTERREICH: „Eine Volksabstimmung würde das ganze Kasperl­theater um die neue Hymne sofort beenden!“ Und der Volks-Rock’n’Roller legt im ÖSTERREICH-Talk nach: „Die Original­version hat uns jahrzehntelang glücklich gemacht, man kann sie nicht ändern. Das hat nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun.“ Nachsatz: „Hätte ich diesen Text geschrieben, und er wäre geändert worden: Ich würde mich im Grab umdrehen!“

Ministerin greift an. Währenddessen machen Frauen für die neue Hymne und gegen Andreas Gabalier mobil. Frauenministerin Heinisch-Hosek: „Das ist ziemlich machomäßig, das hätte er sich sparen können!“

© Facebook

Rauch-Kallat: Anal-Vergleich im Hymnenstreit
Eklat. Noch deftiger formulierte ihre Kritik Maria Rauch-Kallat, die „Mutter der neuen Hymne“. In der ZiB 24 hatte Gabalier eine Entschuldigung versucht: „Ich habe es immer so gelernt!“

Rauch-Kallats Konter sorgte prompt für einen veritablen ORF-Skandal: „Ich gehe davon aus, dass Sie, wie alle Kinder, mit einem Jahr auch noch in die Windeln gemacht haben und dass Sie das jetzt nicht mehr tun – weil sie gelernt haben, ihre Schließmuskel zu beherrschen.“

Erben-Vertreter auch für eine Volksabstimmung
Angriff. Die Folge: Gabalier ging in den Ö3-Wecker und gab Vollgas.
Am Donnerstag bekam Gabalier gewichtige Unterstützung: Ulrich Schulenburg, Chef des Sessler-Verlags (vertritt die Erben der Hymnen-Erfinderin Preradović), fordert in ÖSTERREICH: „Wir sind für unterstützen eine Volksabstimmung.

Gabalier: "Ich werde immer die alte Version singen"

ÖSTERREICH: Warum ist Ihnen der Text der alten Hymne so wichtig?
Andreas Gabalier: Die Originalversion hat uns jahrzehntelang stolz und glücklich gemacht, man kann sie nicht ändern.

ÖSTERREICH: Verstehen Sie, dass Ihnen Frauenfeindlichkeit vorgeworfen wird?
Gabalier: Es gibt sicher wichtigere Frauenprobleme und es sind doch nur ein paar Frauenkämpferinnen gekränkt. Hätte ich diesen Text geschrieben und er wäre geändert worden: Ich würde mich im Grab umdrehen, wenn die Politik meinen Text ändert. Das wäre ja so, wie wenn man Wolfgang Amadeus Mozart seine Perücke abspricht.

(iri)

Hymnen-Mutter Maria Rauch-Kallat über Gabalier:

ÖSTERREICH: Haben Sie die neue Aufregung um die Bundeshymne so erwartet?
Maria Rauch-Kallat: Ich hatte gehofft, die Debatten sind erledigt. Aber das Thema beschäftigt noch, und manche Leute nützen es, um ihre Klientel zu bedienen.

ÖSTERREICH: Meinen Sie Andreas Gabalier?
Rauch-Kallat: Er ist jedenfalls exzellent bei seinem Marketing und weiß sehr genau, was er tut.

ÖSTERREICH: Ihre Wortwahl in der ORF-Diskussion ist Thema. Stichwort Schließmuskel-Beherrschung …...
Rauch-Kallat: Ich wollte damit nur ausdrücken, dass Menschen hoffentlich lebenslange Persönlichkeiten sind – bis ins hohe Alter.

(knd)

Strache: "Der Originaltext soll bleiben"

ÖSTERREICH: Warum sind Sie für die alte Version?
Heinz-Christian Strache: Ich habe immer gesagt: Der Originaltext der großen Österreicherin Paula Preradovic soll nicht abgeändert werden. Die neue Version ist gegen den eklatanten Mehrheitswillen der Bevölkerung beschlossen worden. Jetzt erleben wir zivilen Ungehorsam. Die Bevölkerung singt ja weiter das Original.

ÖSTERREICH: Sind Sie für eine Volksabstimmung?
Strache: Natürlich, dann wäre wenigstens das Kasperltheater um die Hymne beendet. Gibt es 100.000 Unterschriften, soll die Bevölkerung eine Abstimmung erzwingen können. Die würden bei dem Thema leicht erreicht werden.

ÖSTERREICH: Muss man die Frauen nicht sichtbar machen?
Strache: Aber bitte bei wichtigen Themen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die Frauen haben diese Pseudo-Debatten doch längst satt.

ÖSTERREICH: Welche Version singen Sie selbst?
Strache: Die alte, so wie ich es gelernt habe.

(knd)

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