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Über 1.000 Gäste

Promi-Show bei Kanzlerfest

Eisige Temperaturen, Punsch und Maroni war man gewöhnt bei den früheren Festen von Sebastian Kurz. Ein lauer Sommerabend war es hingegen bei seinem ersten Kanzlerfest Mittwochabend im Wiener Palais Schönburg. Mit dem ÖVP-Obmann gefeiert haben nicht nur Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Society, sondern auch einige seiner Vorgänger an der Parteispitze.

2018062020699.jpg © APA/GEORG HOCHMUTH Schauspiel-Star Christiane Hörbiger mit Kanzler Kurz.

Die Demonstration in der Nebenstraße hielt die über tausend Gäste nicht ab und Kurz ließ es sich nicht nehmen, jeden einzelnen persönlich zu begrüßen. Die Menschenschlange reichte denn auch bis zum Portal zurück. In seiner sehr knappen Ansprache zu Beginn des Sommerfestes freute sich Kurz über das perfekte Wetter, habe man doch oft genug bei seinen "Punsch- und Maroni-Events" gefroren. Es sei ein intensives erstes Jahr als ÖVP-Chef und intensive sechs Monate in der Bundesregierung gewesen. Daher bedankte er sich beim Fest bei seinen Wegbegleitern für deren Unterstützung.
 
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Gefeiert wurde unter anderem mit dem ehemaligen deutschen Vizekanzler Philipp Rösler (FDP), den ÖVP-Landesparteichefs Thomas Stelzer, Thomas Steiner und Günther Platter sowie mit den früheren Bundesparteiobmännern Josef Taus, Wolfgang Schüssel, Josef Pröll, Michael Spindelegger und Reinhold Mitterlehner. Gäste aus der Society waren ebenfalls anwesend - darunter Arabella Kiesbauer, Song-Contest-Teilnehmer Cesar Sampson sowie die ehemaligen Missen Christine Reiler und Amina Dagi. Weiters gekommen waren Niki Lauda, Armin Assinger, Gery Keszler, Harald Serafin, Alfons Haider, Grasser-Anwalt Manfred Ainedter und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.
 
Diashow Promis auf dem Kanzlerfest

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Kurz mit Philipp Rösler

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Gery Keszler, Gernot Blüml

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Die hochschwangere Elisabeth Köstinger

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Karl Schranz, Christoph Leitl

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Christiane Hörbiger mit ihren Möpsen Vicco und Loriot

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ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner und Sebastian Kurz

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ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner und Sebastian Kurz

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Niki Lauda, Harald Mahrer

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Cesar Sampson, Sebastian Kurz

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Cesar Sampson, Christine Reiler, Armin Assinger

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Claudia reiterer, Manfred Ainedter

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Sebastian Kurz und ÖSTERREICH-Geschäftsführer Oliver Voigt

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Christoph Schönborn

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Elisabet Gürtler, Alfons Haider, Susanne Riess

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Amina Dagi, Fadi Merza

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Der Kanzler gibt oe24.TV ein Interview

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Maria und Andreas Großbauer

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Wolfgang Fischer, Vera Russwurm, Peter L. Eppinger

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Cesar Sampson

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Alexander Wrabetz

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Christian Rainer mit Freundin Sonja Magdalena Mielczarek

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Biko Botuwamungo, Eser Akbaba, Fadi Merza

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Kurz mit Ekaterina und Christian Mucha

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Ekaterina und Christian Mucha

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Christiane Hörbiger mit ihren Möpsen Vicco und Loriot

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Schüssel: "Bin demo- und widerstandsgeeicht"

Ex-Bundeskanzler und Ex-ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel war am Mittwochabend Gast bei Sebastian Kurz' ersten Kanzlerfest. Die aktuellen Widerstände gegen die schwarz-blaue Politik brachten Schüssel nicht aus der Ruhe: "Ich bin demo- und widerstandsgeeicht."
 
Dass Demos wie aktuell jene gegen das Kanzlerfest stattfinden, spreche für die demokratische Qualität in einem Land. Trotz aller Widerstände werde gut zusammengearbeitet, so Schüssel gegenüber Journalisten. "Ich habe eine gewisse Erfahrung mit Widerstand und Massendemonstrationen." Die heutige sei ja vergleichsweise klein. Das Ende der Sozialpartnerschaft sieht er jedenfalls nicht, manches werde nun vielleicht akzentuierter gesehen.
 
2018062019799.jpg © TZOe Artner Demonstranten mit Schirmen.
 
Den jungen ÖVP-Obmann Sebastian Kurz kenne er seit langem, man habe gut zusammengearbeitet. Kurz sei "eines der größten politischen Talente". Sollte er ihn, Schüssel, um seinen Rat bitten, stünde er zur Verfügung. Ihm selbst tue es nicht leid, dass er nicht mehr die Fäden zieht: "Ich hatte eine schöne lange Zeit." Kurz sei jedenfalls ein sehr guter Nachfolger an der ÖVP-Spitze.
 
Der neue Bundeskanzler stehe für einen pointierten Kurs in Österreich und werde auch vom Ausland beachtet. Dass viele Augen auf ihn gerichtet sind, findet Schüssel gut: "Österreich spielt wieder eine Rolle", dies sei lange Zeit nicht der Fall gewesen.
 
Angesprochen auf den bevorstehenden EU-Ratsvorsitz Österreichs erklärte Schüssel, dieser werde viel Arbeit bringen, sei es doch die letzte Präsidentschaft vor der EU-Wahl. Entscheidend werde auch sein, wie der Brexit über die Bühne gebracht wird. Auch stehen Personalentscheidungen - die Spitzenkandidaten für die EU-Wahl - bevor. Ob die Regierungspartei FPÖ europafreundlich genug ist, wolle er nicht von außen kommentieren.

1.200 laut Polizei, 5.000 laut Veranstaltern bei Demo

Weit auseinander lagen die Teilnehmer-Angaben zum Protestzug gegen die "ÖVP-FPÖ-Abschiebepolitik" Mittwochabend: Die Polizei sprach von 1.200 Demonstranten, die Veranstalter - die Plattform für eine menschliche Asylpolitik - von 5.000. Sie zogen anlässlich des Kanzlerfestes von ÖVP-Chef Sebastian Kurz (im Palais Schönburg) vom Wiener Hauptbahnhof über die Favoritenstraße zum Karlsplatz.
 
"Lasst Nazis nicht regieren und niemals aufmarschieren!" oder "Im Namen der Regierung? Nicht in meinem Namen!" stand etwa auf den Transparenten und Tafeln der Aktivisten. Unter den teilnehmenden Organisationen waren die Grünen, die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG), Attac oder die "Omas gegen Rechts".
 
2018062021197.jpg © TZOe Artner
 
Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger erklärte gegenüber der APA, man versuche, im Rahmen des Weltflüchtlingstags für Flüchtlinge und Schutzsuchende aufzustehen: "Die Lage ist besorgniserregend." Er habe den Eindruck, dass sich Österreich und Europa wie bei Kleidung Stück für Stück der Menschenrechte entledigen. Europa sei aber dann erfolgreich gewesen, wenn Menschenrechte nicht als Gnadenakt, sondern als Rechtsanspruch gesehen werden.

Rednerin hat bereits Kurz-Auftritt gecrasht

Bei der Demo sind unter anderem die "Omas gegen Rechts" teilnehmen. Aber auch Lucia Steinwender ist dabei. Sie crashte erst kürzlich die Rede von Sebastian Kurz bei der Klimakonferenz in Wien. Hier ist ihre Rede bei der Demo gegen die Abschiebepolitik der Regierung zum Nachsehen. 
 
 
Viele Demo-Teilnehmer hatten Regenschirme mit. Diese sollen symbolisch für den Schutzschild für geflüchtete Menschen stehen. Gegen 19 Uhr fand sich auch ein Grüppchen in der Nähe des Palais Schönburg - wo Kurz' Fest stieg - vor einer abgesperrten Gasse ein. Auch sie hatten Schilder dabei, etwa: "Was bedeutet schwarz und blau? Rassismus und Sozialabbau".
 
Vorfälle gab es zunächst keine, ein Einschreiten war nicht nötig, teilte der Polizeisprecher der APA mit.
 
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