Steger will ORF-Gebühr halbieren

oe24.TV-Interview

Steger will ORF-Gebühr halbieren

Der neu gewählte Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats Norbert Steger stellte sich im großen oe24.TV-Interview den Fragen von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner. Der FPÖ-Mann sagt zum ersten Mal konkret an, wie er sich die künftige Gestaltung der ORF-Gebühren vorstellt.

Steger nimmt außerdem die Landesstudios in die Pflicht. Sie sollen „länger als eine halbe Stunde am Tag“ Inhalte mit Österreich-Bezug senden anstatt stundenlang amerikanische Serien laufen zu lassen.

Den Generalintendanten an der einsamen Spitze des ORF hält Steger für „antiquiert“. Ein mehrköpfiger Vorstand müsse her.

Steger im großen
 oe24.TV-Interview:

ÖSTERREICH: Die FPÖ will die ORF-Gebühr halbieren. Sind Sie da auf Parteilinie?

Norbert Steger: Ich bin der Meinung, dass man jeden Euro hinterfragen muss und dass es billiger für die Konsumenten werden muss. Noch ist nicht klar, wie das neue Gesetz aussehen wird.

ÖSTERREICH: Aber Sie können ja jetzt als neu gewählter Stiftungsrat Einfluss auf den FPÖ-Chef Strache ausüben und sagen: „Du, wir müssen bei den Gebühren bleiben“ Oder aber ihn bestärken: „Wir müssen die Gebühren abschaffen“.

Steger: Ich habe ein freundschaftliches Verhältnis zum Herrn Vizekanzler. Aber ich werde mich hüten, ihm etwas zu raten, wenn er eine so klare Meinung hat. Wenn er mich fragt, werde ich bei meiner Linie bleiben. Wenn die Leute verstärkt nicht mehr zahlen wollen, muss der ORF billiger werden.

ÖSTERREICH: Wie viel billiger sollen die Gebühren werden?

Steger: Am liebsten wäre mir die Hälfte. Ich bin für einen spasamereren ORF mit mehr Österreich-Bezug. Der ORF hat neun Landesstudios, die sollen mehr arbeiten ind mehr senden.

ÖSTERREICH: Sie wollen auch den Vorstand erweitern auf vier Personen ...

Steger: Ob es dann wirklich vier sind, wird man sehen. Aber dass nur eine Person allein entscheidet, ist ja antiquiert. Da gehört ein Vorstand her.

ÖSTERREICH: Die ORF-Journalisten kritisieren Sie oft.

Steger: Bei der AK-Wahl haben die ORF-Mitarbeiter zu 85 % rot, grün und kommunistisch gewählt. Sie sollen wählen, wen sie wollen, aber man soll es am Schirm oder im Radio nicht merken.

Neue Channel-Manager
& Chefredakteure für ORF

Die lang angekündigte Personalrochade im ORF, die die türkis-blaue ­Regierung mit sich brachte, ging am Freitag doch noch über die Bühne: Wrabetz installierte sogenannte Channel-Manager – für ORF 1 die bisherige Infochefin Lisa Totzauer (47) und für ORF 2 Ex-Seitenblicke-Chef Alexander Hofer (46). Chefredakteure werden der bisherige stellvertretende Innenpolitik-Chef Wolfgang Geier (52) für ORF 1 und für ORF 2 Innenpolitik-Reporter Matthias Schrom (44). Report-Chef wird Wolfgang Wagner.

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