Vor dem Start des Pilnaceks U-Ausschusses kommende Woche lässt Justizministerin Anna Sporrer aufhorchen
Die Causa Pilnacek bekommt vor dem Start des U-Ausschusses kommende Woche eine neue Brisanz. Wie Justizministerin Anna Sporrer in einer Anfragebeantwortung an die Grünen mitteilt, wird die Smartwatch des 2023 in der Wachau ertrunkenen Justizsektionschefs nochmals untersucht: "Es wurde eine ergänzende Auswertung der Datenspiegelung der Smartwatch von Mag. Christian Pilnacek durch die IT-Experten der Justiz angeordnet."
Ermittlungen rasch eingestellt
Tatsächlich gibt es rund um die Uhr, die Pilnacek in der Nacht seines Todes getragen hatte, Widersprüchlichkeiten: So hatten die Datenforensiker des Landeskriminalamtes NÖ festgestellt, dass sich auf der Uhr keine relevanten Daten befunden hätten. Experten der WKStA hatten indes im Mai 2025 sehr wohl Daten analysiert, wonach sich bluetoothfähige Geräte in der Umgebung der Uhr gefunden hätten und an der Uhr nach dem Tod des Sektionschefs möglicherweise manipuliert wurde: Die Ermittlungen rund um den Tod des Sektionschefs waren da schon eingestellt.
Die Oberstaatsanwaltschaft hat indes die Staatsanwaltschaft Eisenstadt mit weiteren Ermittlungen beauftragt, um "jeden Anschein der Befangenheit der STA Krems auszuräumen", wie Sporrer schreibt. Und hier werden die "gespiegelten" Daten der Uhr nochmals analysiert.
Warum nicht die Uhr selbst? Diese wurde wie auch Pilnaceks später vernichtetes Handy selbst, via einem Anwalt der Witwe übergeben. Laut Sporrer seien aber alle Daten der Uhr vorhanden...