FPÖ attackiert Schmidauer

Fall Teichtmeister: „Was wusste Van der Bellens Frau?"

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Die Freiheitlichen attackieren First Lady Doris Schmidauer.

Florian Teichtmeister steht am 8. Februar in Wien wegen des Besitzes von 58.000 Kinderporno-Dateien vor Gericht. Die Hausdurchsuchung bei dem Fernsehstar fand bereits 2021 statt. Nach einer Anzeige seiner damaligen Freundin, die mutig agierte. Doch Politik und Theaterchefs wollen von den Gerüchten trotz mehrerer Medienberichte um den Schauspielstar einfach nichts gewusst haben. Teichtmeister, für den die Unschuldsvermutung gilt, konnte im Burgtheater, beim Film und im ORF weiterarbeiten.

Bereits im September 2021 wurde Burgtheaterchef Martin Kušej informiert. Teichtmeister wurde befragt. Der Schauspieler log: „Er bestritt glaubhaft“, so Kušej gegenüber dem Standard. Die Anzeige sei ein „Racheakt“ seiner damaligen Freundin gewesen, so er.

Was wusste Doris Schmidauer?

Der Aufsichtsrat des Burgtheaters, in dem auch die Ehefrau von Bundespräsident Alexander Van der Bellen sitzt, wurde aber dennoch nicht tätig. Die FPÖ attackiert deshalb nun First Lady Doris Schmidauer: „Jetzt gehört einmal volle Transparenz geübt“, fordert FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker im oe24.TV-Interview. „Es würde mich schon interessieren, ob die linke Schickeria einen von ihren geschützt hat.

„Das Burgtheater hat absoluten Argumentationsnotstand. Hier möchte ich wissen, was tatsächlich passiert ist. Auch die Frau Schmidauer soll einmal aus ihrem Schweigen herauskommen und erklären, was passiert ist", so Hafenecker.

Auch der zweite Generalsekretär Michael Schnedlitz fordert volle Aufklärung: "Selbst wenn er gegenüber dem Burgtheater die Vorwürfe als haltlose Gerüchte und Racheakt einer Ex-Freundin abgetan hat, warum wurde er nicht bis zur Klärung suspendiert? Die Bundestheaterholding wurde angeblich informiert, aber wurde auch der Aufsichtsrat des Burgtheaters darüber in Kenntnis gesetzt? Und wenn ja, was haben die Mitglieder, darunter prominente Namen wie Doris Schmidauer, immerhin Gattin des Bundespräsidenten, dazu gesagt?", so Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung.

Die Freiheitlichen fordern volle Aufklärung: „Der Umgang mit diesem Skandal für sich ist derartig katastrophal, dass ein Übergang zur Tagesordnung und die bloße Aburteilung des Beschuldigten durch die Justiz bei Weitem nicht ausreicht. Kinderpornografie ist immer ein Produkt von Kindesmissbrauch, der Kinderseelen zerstört und bei dem niemand wegschauen darf“, so Schnedlitz.

  

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