Ampelpärchen: Streit eskaliert

Demontage

Ampelpärchen: Streit eskaliert

Im Sog der Linzer Demontage keimt auch in Wien und Salzburg blauer Widerstand auf.

Wien „Ich bin entsetzt. Die Demontage war ein Symbolakt, der die Stadt schädigt“, schäumt Klaus Luger (SPÖ), Bürgermeister von Linz. Verkehrsstadtrat Markus Hein (FPÖ) ließ die vier Ampelpärchen an der Mozartkreuzung abmontieren. Als Folge erntete Linz weltweiten Hohn – von BBC bis Time Magazine.

Jetzt schlägt Luger zurück: „Ich werde durch einen Beschluss des Stadtsenats die Entscheidung von Hein rechtlich aufheben. Die Ampelpärchen kommen wieder“, kündigt er an.

Debatten in drei Städten

Der Schlagabtausch in Linz ist symptomatisch für Österreich: Seit dem Frühjahr stehen an 56 Standorten in Linz, Wien und Salzburg Ampelpärchen, doch schon ein halbes Jahr später nimmt der blaue Widerstand Fahrt auf.

Wiens FPÖ-Stadtrat Toni Mahdalik fordert ebenfalls das Aus: „Dieser Schmafu hat Wien 63.000 Euro gekostet und nichts gebracht“, poltert er. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grünen) lässt ihn abblitzen: „Da greift man sich auf den Kopf. Hat die FPÖ keine anderen Sorgen?“

Aufregung auch in der Mozartstadt: „Salzburg soll dem guten Beispiel von Linz folgen und die Ampeln entfernten“, so Andreas Reindl (FPÖ). (prj)

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