Bankenaufsicht - OeNB-Belegschaft gegen Verlagerung zur FMA

Regulierungsbehörde

Bankenaufsicht - OeNB-Belegschaft gegen Verlagerung zur FMA

Einstimmiger Beschluss bei Betriebsversammlung am Dienstag gefasst - Rund 200 Wiener OeNB-Mitarbeiter nahmen teil.

Die Belegschaft der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) lehnt die Pläne zur vollständigen Verlagerung der Bankenaufsicht von der Nationalbank zur Finanzmarktaufsicht (FMA) ab. Ein entsprechender Beschluss wurde am Dienstagvormittag gefasst, wie die Vorsitzende des Wiener OeNB-Betriebsrats, Birgit Sauerzopf, gegenüber der APA bestätigte. Der Beschluss fiel einstimmig aus.

Stimmung sehr aufgebracht

An der Betriebsversammlung am Wiener OeNB-Standort nahmen laut Angaben des Betriebsrats rund 200 Mitarbeiter teil. "Die Stimmung war sehr aufgebracht", schilderte Sauferzopf. Die Gründe für die Reform seien unklar. Das aktuelle System sei sehr gut einspielt und international ginge der Trend eher in Richtung Stärkung der Zentralbanken, sagte die Arbeitnehmervertreterin.

Wie es den Mitarbeitern gehen wird, weiß man noch nicht

Ob und inwiefern ein Wechsel in die FMA zu einer Schlechterstellung der betroffenen Mitarbeiter führen wird, lässt sich laut Sauerzopf noch nicht beantworten, weil es derzeit noch an konkreten Informationen mangle. "Wir sind nicht gut informiert worden", kritisierte sie.
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