Für zwei Wochen gibt es jetzt eine Online-Umfrage zur Zukunft des österreichischen Bildungssystems. Ein Fach für mehr Wirtschaftswissen steht vor der Einführung.
Das Bildungsministerium startet eine bundesweite Online-Umfrage zur Zukunft des österreichischen Bildungssystems. Ab sofort können unter https://www.bildungfuersleben.at/ für zwei Wochen unter anderem Fragen zu nötigen Skills, dem künftigen Fächerkanon und Einsatz von digitalen Tools beantwortet werden. Die Ergebnisse sollen in den von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) angekündigten "Plan Zukunft" einfließen, der bis Ende März erstellt wird.
In diesen sollen auch Erfahrungen, Erwartungen und konkrete Vorschläge aus der Schul-Praxis eingearbeitet werden. Der Plan soll Reformmaßnahmen vom Kindergarten über die Schulen bis zur Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen enthalten.
Zusätzliche Fächer
Die Umfrage richtet sich an vier Gruppen: Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie alle anderen. Gefragt wird unter anderem nach konkreten Maßnahmen wie der Einführung von eigenen Fächern für Medienkompetenz, Demokratiebildung oder Wirtschafts- und Finanzbildung bzw. umgekehrt der Zusammenfassung von Fächern zu größeren Themenbereichen wie etwa von Biologie, Physik und Chemie zu Naturwissenschaften.
Auch das künftige Stundenausmaß ist indirekt Thema - nämlich die Frage, ob zusätzliche Fächer tatsächlich auch zu zusätzlichen Stunden führen sollen oder im Gegenzug bei bestehenden Fächern gekürzt werden soll. Die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer sollen auch die Wichtigkeit der im Unterricht vermittelten Kompetenzen reihen - also etwa ob sie digitale oder soziale Kompetenzen, Teamarbeit oder kritisches Denken etc. für wichtiger halten.
"Der Plan Zukunft soll nicht am Schreibtisch entstehen. Wir wollen bewusst die Perspektiven jener einbeziehen, die Schule täglich erleben und gestalten", so Wiederkehr in einer Aussendung. Die Ergebnisse der Umfrage sollen daher systematisch ausgewertet und in die Ausarbeitung des Reformkonzepts aufgenommen werden.