Brexit kostet uns 650 Millionen Euro

Beiträge steigen, Zölle fallen an

Brexit kostet uns 650 Millionen Euro

Der Brexit belastet den EU-Haushalt und Österreich: Rund 650 Millionen kostet er uns.

Ob harter Brexit oder Brexit mit weichem Übergang: Billig wird der Ausstieg der zweitgrößten Volkswirtschaft für niemanden. Größter Verlierer wird zweifellos Großbritannien selbst: Laut Experten wächst die Wirtschaft in den nächsten 15 Jahren um acht Prozent weniger als ohne Brexit.

➔ Haushaltsloch: Dramatisch wird sich der Brexit auf den EU-Haushalt auswirken: Großbritannien ist zweitgrößter Nettozahler: Bei ­einem harten Brexit fehlen ab April bis Ende 2020 schlagartig 16,5 Milliarden Euro. Österreich müsste rund 500 Millionen Euro (siehe Grafik) zusätzlich in den Haushalt schießen. Die Regierung lehnt Mehrzahlungen ab.

➔ 250 Unternehmen: Für die 250 österreichischen Unternehmen, die in Großbritannien rund 55.000 Beschäftigte haben, „sind die Aus­wirkungen gering“, sagt Christian Kesberg, der für die Wirtschaftskammer in London sitzt. Aber: „Einige Unternehmen sagen schon: ‚Für mich ist das eine Katastrophe‘“, sagt er zu ÖSTERREICH (s. links unten).

➔ Chaos an Grenze: Bei einem hartem Brexit würden plötzlich wieder Zölle fällig: Das wird nicht nur für Chaos und lange Lkw-Schlangen an den Fährterminals nach Großbritannien sorgen: Jährlich exportiert Österreich Waren im Wert von 4 Milliarden Euro nach Großbritannien. Dafür müssten die Unternehmen laut ÖSTERREICH-Berechnungen rund 150 ­Millionen Euro Zölle zusätzlich zahlen. (baa)

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