Veranstalter kämpfen mit Konzepten gegen Absage

Christkindl-Märkten droht Corona-Aus

Sorge um unsere Weihnachtsstimmung. Heuer könnte Corona uns den Punsch verbieten.

Wien. 120 Tage bis Weihnachten. Noch 100 Tage, bis die Christkindlmärkte öffnen. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Aber: Heuer könnten sie ­Corona-bedingt ausfallen. Keine Punschhütten. Keine Kunsthandwerksstände. 
 
In Deutschland gibt es die ersten Absagen. Köln verzichtet auf seine berühmten Ad­ventmärkte, ist entschieden worden. Begründung: „Märkte, so, wie wir sie bisher hatten, sind sicherlich nicht möglich“, schreiben die Organisatoren. 
 

Veranstalter tüfteln an Sicherheits-Maßnahmen

Verbot? Der deutsche Beschluss wird Signalwirkung haben. Auch in Österreich. Ein Rundruf zeigt: Noch ist nichts fix, die meisten Veranstalter rechnen mit eventuellen Verboten. Dennoch arbeiten alle hart an funktionierenden Sicherheitsmaßnahmen.
 
Insider. Bei den Organisatoren des Christkindlmarkts am Wiener Rathausplatz gibt man sich bedeckt: „Veranstaltungskonzepte werden ausgearbeitet, mehr können wir nicht sagen.“ Ein Insider behauptet gegenüber ÖSTERREICH: „Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass es so ablaufen wird wie früher. Es wird einige Absagen geben.“
 
Der Alm Advent beim Prater schätzt sich glücklich. Dort gab es schon in Vorjahren strenge Einlasskontrollen. Diese sollen heuer als Corona-Security-System fungieren. „Es wäre richtig traurig, wenn wir absagen müssten“, sagt Geschäftsführerin Claudia Wiesner. 
 
Alles anders. Auch in Graz heißt es: „Es wird anders als bisher“, so Dieter Hardt-Stremayr, Chef des Graz Tourismus. Die steirischen Experten überlegen etliche Maßnahmen – etwa ein Einbahnsystem für Gäste –, um die Abstandsregeln einhalten zu können.
 
In Salzburg will man die Standln auf jeden Fall aufsperren. Die Veranstalter reichen ein Konzept ein, das sich je nach Corona-Gefahr variieren lässt. Bis dahin blicken alle gespannt auf die Corona-Ampel. 


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