Wie die Regierung den ORF umfärben will

Politik-Insider

Wie die Regierung den ORF umfärben will

Regierungs-Strategen, sprechen von einer „unauffälligen“ Umpolung.

Pläne. Im ORF-Stiftungsrat wird die türkis-blaue Regierung – nach dem Austausch des parteifreien Franz Küberl – künftig eine Zweidrittelmehrheit stellen. Damit könnten ÖVP und FPÖ auch ORF-General Alexander Wrabetz ablösen. Das hat die Koalition derzeit freilich nicht vor.
 
Glaubt man Regierungs-Strategen, soll es eine „unauffällige“ Umpolung – übersetzt: Umfärbung – des ORF geben.
 
Laut ÖVP und FPÖ wolle man „nur eine faire und ausgewogene Berichterstattung“ sicherstellen. Opposition und Teile der ORF-Mannschaft befürchten eine „türkis-blaue Übernahme“ des ORF.
 
Fakt dürfte jedenfalls sein, dass beide Regierungsparteien – so wie es in der Vergangenheit bei Rot-Schwarz der Fall war – bei der Bestellung der künftigen Chefredakteure und Channelmanager ein gewichtiges Wort mitreden werde. ORF-eins-Nachrichtenchefin Lisa Totzauer dürfte etwa fix aufsteigen. Das wäre sie allerdings auch unter Rot-Schwarz.

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