Daten-Skandal
 in der Wiener Justiz

Akten nicht geschreddert

Daten-Skandal
 in der Wiener Justiz

Der Skandal um heikle Akten der Wiener Justiz scheint sich noch auszuweiten.

Da muss einem als Beschuldigter in einem Strafverfahren angst und bange werden. Wie sich jetzt herausstellt, ist das bereits bekannte Datenleck im Justizgebäude Wien-Josefstadt weit größer, als bisher angenommen. Offenbar haben Richter, Staatsanwälte und Schreibkräfte en gros hochsensible Ermittlungsakten teils prominenter Delinquenten noch während des laufenden Verfahrens ungeschreddert im Altpapier entsorgt. Opfer wie Julius Meinl, Werner Böhm (Y-line) und Mirko Kovats sollen darunter sein, wie das Magazin profil (Montag-Ausgabe) berichtet.

Der Blogger Marcus Oswald soll Hunderte Akten aus den Papiercontainern gefischt haben. Darunter Observationsberichte, Kontenöffnungen, Telefonüberwachungen, Hausdurchsuchungen, Haftlisten, Einvernahmeprotokolle.

Sogar Urteile
landeten im Müll
Die Unterlagen sind nicht einmal geschwärzt, vollständige Namen, Adressen und sonstige persönliche Angaben der Betroffenen sind enthalten. Selbst Urteile und Verhandlungsprotokolle sind unter den Akten, sowie Privates (von Justizbediensteten).

Für die Richter und Staatsanwälte gilt die Unschuldsvermutung.

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