Die Grünen bejubeln sich selbst

Bundeskongress

Die Grünen bejubeln sich selbst

Gestern berieten die Grünen unter sich, heute werden sie sich öffentlich abfeiern.

Linz. Wird es Kritik am grünen Regierungsteam geben? Wird ein Ultimatum an die ÖVP gefordert? Wie wird die Grüne Jugend agieren? Fragen, die die Grünen in den vergangenen Tagen stark beschäftigt hatten. Der inoffizielle Auftakt zum grünen Bundeskongress gestern im Designcenter in Linz gab Entwarnung.

Nur vereinzelte Redner aus Wien – gestern war der nicht medienöffentliche Teil – äußerten sich kritisch und fragten, wie lang die Grünen noch den „türkisen Skandalen“ so ruhig zuschauen würden und warum sie nicht „mehr rausholen würden“, wie ein Grüner ÖSTERREICH inoffiziell erzählt. Aber: Insgesamt wurde das grüne Regierungsteam bejubelt. Immer wieder sei gestern betont worden, wie wichtig es sei, dass „die Grünen in der Regierung“ seien. Im Zen­trum des Lobes: Justizministerin Alma Zadić, da sie den „Kampf gegen türkise Seilschaften in der Justiz“ eingegangen sei.

Wahl von Kogler und Mücksteins Rede

Wahl. Heute wird sich wiederum der grüne Bundessprecher Werner Kogler der Wiederwahl stellen. Insider gehen davon aus, dass er „sehr viel ­Unterstützung erhalten“ werde. Selbiges dürfte auch für Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gelten.

Dieser muss heute beim Bundeskongress von den Delegierten bestätigt werden. Er plant eine längere Rede, in der er ankündigen will, dass die „nächste Herausforderung Long Covid“ sei. Zudem werde er als ­seine großen Themen „Jugend, Pflege und Soziales“ präsentieren.

Und natürlich wird Leonore Gewessler als Klimaschutzministerin ins Rampenlicht gerückt werden. Sie soll ab jetzt zur zentralen Figur der Grünen werden.



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