Faymann, Spindelegger

ÖSTERREICH-Wahlumfrage

Die Koalition legt jetzt wieder zu

Erstmals seit November 2010 ist der FP-Aufstieg gestoppt.

Von Trendwende kann man wohl noch nicht sprechen, sehr wohl aber von einem Silberstreif am Horizont für die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP: Die FPÖ liegt zwar laut aktueller Gallup-Umfrage (wie berichtet) weiter auf dem hohem Niveau von 27 %, erstmals seit einem halben Jahr kann die Partei von Heinz-Christian Strache aber nicht mehr zulegen.

Der von den FPÖ-Strategen geplante Marsch über die 30-Prozent-Marke scheint gestoppt – offenbar haben die Österreicher genug von Straches aggressiven Tönen gegen Griechenland-Hilfe und Euro. Und: Mit der Auszahlung der Hilfskredite scheint die Pleite der Griechen vorerst abgewendet– damit fließt kein Wasser mehr auf die Mühlen des FPÖ-Chefs.

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SPÖ allein vorn
Stattdessen kann sich Kanzler Werner Faymann darüber freuen, dass er erstmals seit zwei Monaten mit seiner SPÖ wieder allein auf Platz 1 steht: Seine jüngste selbstkritische Ansage in Sachen EU und die „neue Ehrlichkeit“, wonach wir die Griechenhilfe möglicherweise nicht mehr wieder sehen, die Hilfe zur Rettung unserer Währung aber nötig sei, scheinen zu ziehen. Und Strache den Wind aus den Segeln zu nehmen.


Spindelegger mit Startproblemen
Auch Michael Spindeleggers ÖVP bewegt sich wieder nach oben – mit 24 % konnten die Schwarzen eine Punkt zulegen – rund um den Wechsel von Josef Pröll zu Spindelegger war man schon einmal bei 21 % gelegen. Allerdings: So richtig etabliert hat sich Spindelegger noch nicht, intern wird weiter über die „Verniederösterreicherung“ der Partei geraunzt, Mandatare wie EU-Mann Othmar Karas oder ÖVP-Frau Maria Rauch-Kallat lassen sich nicht einfangen – was den ÖVP-Aufstieg noch bremst.

Doch allzu sanft ist das Ruhekissen für die Koalition ohnehin nicht, wie die aktuelle Kanzlerfrage zeigt: Faymann führt zwar klar mit 25 %, doch Spindel­egger ist mit 19 % von Strache nicht mehr weit entfernt. Das reicht bei Weitem nicht aus, um sich untätig zurückzulehnen.

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