Equal Pay Day: Frauen verdienen 19,3% weniger

Lohnschere

Equal Pay Day: Frauen verdienen 19,3% weniger

Ab Donnerstag arbeiten die Österreicherinnen rechnerisch wieder 71 Tage bis zum Jahresende gratis.

 

Frauen in Niederösterreich arbeiten seit heute theoretisch für lau und für ganz Österreich fällt der sogenannte Equal Pay Day heuer auf Donnerstag. So wird jener Tag bezeichnet, ab dem rechnerisch Frauen unentgeltlich arbeiten – konkret sind es diesmal 71 Tage –, wenn sie denn bis dahin den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen bekommen hätten. Das ist freilich nach wie vor nicht der Fall. Laut Arbeiterkammer OÖ beträgt die Lohnschere in Österreich aktuell im Durchschnitt 19,3 % bei Vollzeitbeschäftigung.

Heißt: Selbst wenn das ganze Jahr über Vollzeit gearbeitet wird, hat eine Frau am Jahresende im Schnitt um 10.270 Euro brutto weniger am Lohnkonto als ein Mann. Das größte Einkommensminus gibt es mit 27 % bzw. 14.690 Euro in Vorarlberg, gefolgt von Oberösterreich, wo Frauen um 23,8 % weniger verdienen. Am niedrigsten ist die Lohnschere mit 13,7 % in Wien.

Die Arbeiterkammer ­fordert anlässlich des Equal Pay Day den „flächendeckenden Ausbau ­einer flexiblen und leistbaren Kinderbetreuung“. Das sei einer der wichtigsten Schritte zum Schließen der Lohnschere.

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